Berlin - Sinfonie einer Großstadt

Die Filmreihe Groß.Stadt.Berlin von lichtwerk und BDA. In die Filme führt Dr. Michael Zirbel vom BDA ein. Lichtwerk und BDA freuen sich, nach den Vorführungen zu Wein und Imbiss einzuladen.

 

 

Ein Film von Thomas Schadt

Die Sinfonie einer Großstadt ist natürlich eine Reverenz an Ruttmanns 75 Jahre zuvor entstandenen Film Sinfonie der Großstadt. Auch Schadts Film gleicht einer sinfonischen Dichtung, wenn auch weniger fortschrittsgläubig als Ruttmanns Original. In den neuen Film schleichen sich auch melancholische Elemente.

Schadt zeigt ein Berlin, das noch nicht zu sich selber gefunden hat. Ein Berlin der Brüche und der Wunden. Eine Stadt, die ihre Geschichte von einer europäischen Metropole, den schweren Zerstörungen von Stadt und Identität durch den Zweiten Weltkrieg, dem Wiederaufbau, der jahrzehntelangen abseitigen, teils provinziellen Lage bis zum Status einer Bundeshauptstadt und einem neuen Kapitalismus, der wiederum alles bisherige überformt.

Ein buntes Kaleidoskop wird ausgebreitet: Die Großbäckerei, Blicke über das Fließband, in Hinterhöfe, auf die gefällige Szene der Politiker im Reichstag, Kiezromantik, Baden am Wannsee, Grillen im Tiergarten, Menschen im Alltag vom Morgen bis zum Abend, von der Arbeit bis zum Feierabend. Prägend ist die vom Sinfonieorchester des SWR eingespielte Musik, die den Rhythmus des Films kongenial begleitet.

Für seinen Autor Thomas Schadt ist der Film auch eine Liebeserklärung an die Stadt, in der er lebt. Für ihn gibt es Berlin als Ganzes, noch – oder schon wieder.

Dokumentarfilm | Buch, Regie, Kamera Thomas Schadt | Musik Helmut Oehring, Iris ter Schiphorst | D 2002 | 77 Min.

 

 

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AB 0 JAHREN / 77 MINUTEN