A+F: Daniel Libeskind

BERLIN‘S JEWISH MUSEUM – A PERSONAL TOUR WITH DANIEL LIBESKIND

Wie kann Geschichte anhand der Form eines Bauwerks gelesen werden? Dies ist das Ziel des US-amerikanischen Architekten Daniel Libeskind (*1946), der mehrere jüdische Museen in Europa und Nordamerika konzipierte. „Between the lines“ hieß der Entwurf zum Jüdischen Museum Berlin aus den 1990er-Jahren, konzipiert als Zick-Zack-Anbau aus Titanzink, der nur durch das alte Museums-Barockgebäude betreten werden kann. Der Besuch des Ortes wird zur physischen Erfahrung, bei der man sich desorientiert fühlt und Flure betritt, deren Ende man nicht sieht. Genau das intendierte Libeskind, der selber polnisch-jüdischer Herkunft ist.

USA 2000 • 58 Min. • OF • digitalDCP • FSK 18!

 

DAS JÜDISCHE MUSEUM IN BERLIN – ZWISCHEN DEN ZEILEN

Der Gang durchs Museum wird anhand der Details der Architektur ein Gang durch die deutsche Geschichte: ein graues Labyrinth, unerwartete Nischen und unübersichtliche Winkel, sorgfältig dosiertes, gedämpftes Licht. Das Jüdische Museum Berlin – von den Berliner*innen „Blitz“ genannt – ist das wohl erstaunlichste Gebäude des neuen Berlin. Wer denkt da nicht an Adornos These über die Unmöglichkeit, nach Auschwitz noch Gedichte zu schreiben? Der Bau des Architekten Daniel Libeskind warf zunächst eine Frage auf: Wie kann man dort bauen, wo alles zerstört wurde? Wie kann sich Architektur mit Geschichte auseinandersetzen – und vor allem mit diesem Teil der Geschichte? Noch nie ist es gelungen, einen Bau zu konzipieren, der dem Widerspruch zwischen dem, was unbedingt gesagt werden muss und dem, was nie gesagt werden kann, in so vollkommener Weise Ausdruck verleiht.

F 2002 • 27 Min. • DF • digital • FSK 18!

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AB 18 JAHREN / 85 MINUTEN