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Newsletter zum Filmkunst-Programm vom 29.10.2020 bis 4.11.2020

 

Liebes Lichtwerk- und Kamera-Publikum!

 

„Mit Rechten reden“ – hat sich dieser verblendet-idealistische Ansatz angesichts von Studien zur Sinnlosigkeit eines solchen Unterfangens erledigt? Wer mit Rechten reden möchte, darf durchaus mit körperlicher Gewalt, Beschimpfungen und der Präsentation eines geschlossenen antidemokratischen Weltbildes rechnen. Wer auf die von Rechten behauptete Opferrolle in den Medien hereinfällt, möge bitte die Präsenz von rechtsradikalen (Vor-)Denkern und populistischen Wegbereitern in den Talkshows, Magazinen etc. recherchieren. Unsere Demokratie ist ein streitbares und wehrhaftes System; dazu gehört selbstverständlich, dass sich die Bürger gegen antidemokratische Bestrebungen engagieren. Der Spielfilm UND MORGEN DIE GANZE WELT zeigt junge Leute, die sich gegen die zunehmenden Aktivitäten faschistischer Kräfte organisieren und wehren. Aufstehen gegen Rechts, Unterbinden von Etablierung antidemokratischer Kräfte in bürgerlichen Einrichtungen, Schutz für Asylsuchende – wer sich hier engagiert, setzt sich gewaltsamen Anfeindungen (bis zum Mord) und Hass im Netz aus. Gemeinsam gegen Rechts – das ist die Zivilcourage, die wir brauchen, wenn wir einen gerechteren und sozialeren Staat wollen. 

UND MORGEN DIE GANZE WELT ist ab dem 29. Oktober im Lichtwerk zu sehen.

 

Mit couragierten Grüßen

verbleiben die Filmbürger aus Filmhaus, Lichtwerk und Kamera

 

Alle Filme und Termine im Lichtwerk www.lichtwerkkino.de  

Alle Filme und Termine in der Kamera www.kamera-filmkunst.de

Besucherumfrage in unseren Kinos:

Zur aktuellen Akzeptanz von Kinovorstellungen in Zeiten von Corona führen wir eine Umfrage unter unseren Gästenm durch und würden uns sehr über Ihre Mithilfe freuen. Die Beantwortung dauert nicht mehr als zwei Minuten und hilft uns sehr!

HIER GEHT ES ZUR LICHTWERK-UMFRAGE

HIER GEHT ES ZUR KAMERA-UMFRAGE

 

Das sind unsere Neustarts in KAMERA und LICHTWERK in dieser Kinowoche:

 

CORTEX / Kamera

Ein Sicherheitsmann leidet unter Schlaflosigkeit durch verwirrende Träume. Als darin immer öfter ein Kleinkrimineller auftaucht und die Identität des Mannes mehr und mehr einzunehmen scheint, werden für diesen die Grenzen zwischen Schlaf und Wirklichkeit endgültig undurchschaubar. Enigmatisches Dreiecksdrama auf mehreren Erzählebenen, das sich weniger für seine Geschichte als für seine zahlreichen filmischen Vorbilder und spektakulär eingefangene Bilder interessiert. Bemerkenswert ist das Sounddesign, mit dem sich das Gefühl eines tosenden Zusammenbruchs vermittelt. - Ab 16. (Filmdienst)

 

KAJILLIONAIRE / Kamera

Eine Familie aus Trickbetrügern haust im Hinterzimmer einer Seifenblasenfabrik und warten auf den großen Coup, der ihnen unermesslichen Reichtum einbringen soll. Die erwachsene Tochter erfährt von ihren Eltern nur emotionale Kälte, bis die Aufnahme einer lebensfrohen jungen Frau in das Gauner-Team sie erstmals mit einem an ihr interessierten Gegenüber konfrontiert. Bonbonbuntes surreales Drama, das einen märchenhaften und doch nüchternen Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen und Familiengeflechte wirft. Als kauzige, aber anrührende Parabel erzählt es von der Emanzipation von vermeintlich unausweichlichen emotionalen Zwängen. - Sehenswert ab 14. (Filmdienst)

 

SCHWESTERLEIN / Kamera

Ein Schauspiel-Star der Berliner Schaubühne ist an Krebs erkrankt; damit er sich von einer Knochenmarkstransplantation erholt, nimmt ihn seine Schwester, die einst in Berlin als Theaterautorin Erfolge feierte und nun mit Mann und zwei Kindern in der Schweiz lebt, zu sich. Die Geschwister hoffen, dass der Kranke demnächst wieder so weit hergestellt ist, dass er als Hamlet auf der Bühne stehen kann, doch bald kommt es zu vielfältigen Komplikationen, die mit der Gesundheit des Bruders, aber auch mit familiären Konflikten der Schwester zu tun haben. Ein vielschichtiges, bewegendes Drama um eine enge Geschwisterliebe in Konfrontation mit Krankheit und Tod und eine Familie, in der sich im Zuge der Krankheit diverse Brüche offenbaren. Dabei profitiert der Film von einem klugen Drehbuch und einer atmosphärischen Bildsprache ebenso wie von ungemein präzisen Darstellerleistungen. - Sehenswert ab 16. (Filmdienst)

 

UND MORGEN DIE GANZE WELT / Lichtwerk

Eine junge Jurastudentin aus adeligen Kreisen schließt sich in Mannheim einer Antifa-Gruppe an, in der sie anfangs nur geduldet ist. Als die Aktivisten einem rechten Netzwerk auf die Spur kommen, das Sprengstoff und Munition bunkert, wandelt sich die Milieu- und Jugendstudie zum Politthriller, der um die Frage kreist, ab wann Gewalt im Kampf gegen rechts erlaubt oder gar geboten ist. (Filmdienst)

 

Weiter im Programm:

 

EMA – SPIEL MIT DEM FEUER / Lichtwerk

Der obsessive Wunsch nach einem leiblichen Kind lässt den Adoptionsversuch eine chilenische Tänzerin zunächst scheitern. Doch bald bedauert sie es, den kleinen Jungen an die Behörden zurückgegeben zu haben, und begibt sich auf einen ungewöhnlichen Feldzug, um ihn zurückzugewinnen. Durch seine intensive szenische Erzählweise findet der außergewöhnliche Film markante Bilder für die Ambivalenz von Mutterschaft und verbindet die Kraft des Reggaeton-Tanzes eindrucksvoll mit der Suche nach neuen Lebensweisen. - Sehenswert ab 16. (Filmdienst)

 

EINE FRAU MIT BERAUSCHENDEN TALENTEN / Lichtwerk

Eine Arabisch-Übersetzerin der Pariser Drogenfahndung erkennt bei einer Überwachung hinter der Stimme eines Drogenkuriers den Sohn einer Bekannten. Sie warnt die Frau und verhindert auf diese Weise, dass ihre Kollegen an das Rauschgift gelangen. Aus Geldnot verkauft sie das hochwertige Haschisch selbst und steigt erfolgreich, aber mit wachsendem Risiko ins Drogengeschäft ein. Die Komödie setzt auf den Kontrast einer Amateurin inmitten überrumpelter Berufsverbrecher und weist vor allem dank der Hauptdarstellerin humorvolle Momente auf. (Filmdienst)

 

DER GEHEIME GARTEN / Lichtwerk

Ein britisches Mädchen wird nach dem Tod ihrer Eltern 1947 aus Indien auf das düstere Landgut ihres Onkels in England geschickt. Da sich niemand für sie interessiert, erkundet sie das große Anwesen, schließt Freundschaft mit ihrem kranken Cousin und entdeckt einen geheimen Garten voller Farbenpracht und magischer Pflanzen. Beeindruckende, werkgetreue Neuverfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs, die der Faszination der Vorlage nachspürt und den Garten als grenzenlose Welt gestaltet, in der sich stetig alles zu verändern scheint. - Ab 12. (Filmdienst)

 

I AM GRETA / Kamera

Die junge schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg will den Raubbau an der Natur nicht mehr hinnehmen und sagt trägen Politikern den Kampf an. Der Dokumentarfilm begleitet sie bei öffentlichen Auftritten und zeigt private Aufnahmen des perfektionistischen Mädchens mit Asperger-Syndrom. (Filmdienst)

 

JIM KNOPF UND DIE WILDE 13 / Lichtwerk

In der Fortsetzung der Realverfilmung des Kinderbuchklassikers von Michael Ende machen sich Jim Knopf und sein väterlicher Freund Lukas mit der Lokomotive Emma auf die Suche nach dem Scheinriesen Tur Tur, weil der als eine Art Leuchtturmersatz für Lummerland angeheuert werden soll. Das führt sie in viele abenteuerliche Situationen, in denen sich Komik, Action und Drama in etwa die Waage halten. Der visuell beeindruckende Kinderfilm erweist sich in seiner leicht philosophisch angehauchten Suche nach Identität und dem Sinn des Lebens als aktueller denn je. - Sehenswert ab 8. (Filmdienst)

 

MEIN LIEBHABER, DER ESEL & ICH / Kamera

Eine Grundschullehrerin reist ihrem verheirateten Liebhaber hinterher, der mit seiner Familie eine Wandertour mit einem Esel im französischen Zentralmassiv macht. Vor Ort ist sie jedoch auf sich gestellt und zudem anfangs mit dem Begleittier völlig überfordert, bis sie dessen gelassenes Wesen angesichts ihres eigenen angespannten Nervenkostüms zu schätzen lernt. Eine ebenso muntere wie sorgfältig inszenierte Komödie, die eine große Leichtigkeit besitzt, ohne dabei je trivial zu wirken. Neben den Naturschauwerten und einer ausgezeichneten Hauptdarstellerin zeichnet sich der Film über eine Selbstfindung auch durch die detailgenaue Erfassung der besonderen Sphäre des Wandertourismus aus. - Sehenswert ab 14. (Filmdienst)

 

MILLA MEETS MOSES / Kamera

Eine krebskranke Teenagerin verliebt sich in einen Junkie und bringt damit den ohnehin fragilen, von Angst, Trauer und Beruhigungsmitteln geprägten Alltag ihrer Familie gänzlich ins Schleudern. Für die Eltern wird das ebenso zur Herausforderung wie für den jungen Mann, der sich der plötzlichen Verantwortung nicht gewachsen sieht. Die Adaption eines Theaterstücks konzentriert sich auf die psychischen Herausforderungen, wobei sie sich ganz auf die außergewöhnlichen Darsteller verlässt und virtuos zwischen schrägem Humor und existenzieller Tragik balanciert. (Filmdienst)

 

OECONOMIA / Kamera

Um Aufbau und Regeln des Finanzsystems greifbar zu machen, wendet sich die Dokumentarfilmerin Carmen Losmann an Banker, Volkswirte und andere ökonomische Experten. Indem sie scheinbar naiv vorgeht, macht sie nicht nur erkennbar, dass hinter dem angeblich komplizierten System des Marktes im Grunde einfache Prozesse und Annahmen stecken, sie entlockt ihren Gesprächspartnern auch vielsagende Gesten der Überheblichkeit. Auf diese Weise holt sie ein selbsternanntes Elitenwissen auf den Boden der Tatsachen zurück, unter denen der Wettlauf zwischen dem Ökosystem Erde und dem Kapitalismus als aktuellste Frage mit offenem Ausgang erscheint. - Sehenswert ab 16. (Filmdienst)

 

 VERGIFTETE WAHRHEIT / Kamera

https://www.kamera-filmkunst.de/filme/vergiftete-wahrheit-20056/

Bald 20 lange Jahre kämpfte der US-Rechtsanwalt Robert Bilott gegen den Chemiekonzert DuPont und deckte dabei einen der größten Umweltskandale der USA auf, für den die Firma schließlich die Verantwortung übernehmen musste. Dabei ging es um die Chemikalie PFOA (Perfluoroctansäure), die hochgradig krebserregend ist und nicht nur in Abwässern, sondern als Teflon auch in normalen Haushaltsgegenständen in Umlauf gelangte. Der zurückhaltend inszenierte Justizkrimi konzentriert sich ganz auf den zermürbenden Kampf des Juristen, dessen Recherche zur Sisyphusarbeit wird, die seine Gesundheit, seinen Ruf und auch seine Familie zu ruinieren droht. (Filmdienst)

 

 PERSISCHSTUNDEN / Lichtwerk

Ein jüdischer Belgier entgeht 1942 in Frankreich der Exekution durch die SS, indem er sich kurzerhand als Perser ausgibt. In einem Konzentrationslager soll er dem Leiter der Lagerküche Farsi beibringen und sieht sich, da er die Sprache nicht beherrscht, zu dem gefährlichen Manöver gezwungen, Vokabeln zu erfinden und als Farsi auszugeben. Spannendes und bewegendes Drama, das in einem mutigen Balanceakt die Schrecken der Shoah distanziert darstellt und gleichzeitig einen feinen Sinn für Ironie beweist. Unterstützt durch ein klug aufgebautes Drehbuch stellt der Film die Geschichte einer fragilen Beziehung ins Zentrum und lässt darüber einige konstruierte Momente vergessen. - Ab 16. (Filmdienst)

 

TENET / Lichtwerk

Science-Fiction-Thriller von Christopher Nolan, in dem ein Mann einen anderen Mann daran hindern soll, den Lauf der Zeit zu manipulieren. Eine neue Technologie ermöglich die „Inversion“ von Zeit und führt zu einem Konflikt zwischen Gegenwart und Zukunft. Ein namenloser Protagonist muss den Untergang der Welt verhindern. Dafür steht ihm nur eine Geste und das Wort „Tenet“ zur Verfügung. Der filmische Hybrid aus Spionage- und Science-Fiction-Thriller überzeugt mit aufwändigen Actionsequenzen. (Filmdienst)

 

 

 

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Lichtwerk & Kamera Filmkunst GmbH, Ravensberger Park 7, 33607 Bielefeld, Handelsregister Amtsgericht Bielefeld HRB 38232
Geschäftsführer: Jürgen Hillmer

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