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Newsletter zum Filmkunst-Programm vom 16.1.2020 bis 22.1.2020

 

Liebes Lichtwerk- und Kamera-Publikum!

Kaum sind die fetten Festtage wieder vorbei, fliegen die tollen Vorsätze die schlanke Linie betreffend auf den adipösen Misthaufen. Denn jetzt wollen wir tafeln. Und zwar mit unserem Publikum. Am Samstag, 18.1.2020, laden wir im Lichtwerk zu Geburtstags-Kaffee und -Kuchen. Wer dort sich dort schon einmal um Sinn & Verstand geschlemmt hat, weiß, dass diese Einladung einer vorsätzlichen Körperverletzung gleichkommt. Alle weiteren Infos finden Sie hier: https://www.lichtwerkkino.de/

Etwas gemäßigter geht es am Donnerstag, 16.1.2020, in der Kamera zu. Chefkoch Satoshi Nakao serviert passend zum Filmstart von DAS MÄDCHEN, DAS DIE SONNE BERÜHRTE im Kamera-Bistro original japanische Ramen-Suppe. Der japanische Film ist ein in realitätsnahen Bildern erzählter Anime über einen jungen Außenseiter, der sich in Tokio in ein Mädchen verliebt, das die Kraft besitzt, die Sonne scheinen zu lassen.

Neu Filme starten übrigens auch: LINDENBERG! MACH DEIN DING! und 1917 von Sam Mendes sind die beiden großen Neustarts.

 

Viel Vergnügen und Guten Appetit

wünschen die Filmkonditoren aus Filmhaus, Lichtwerk und Kamera

 

Alle Filme und Termine im Lichtwerk Programmwww.lichtwerkkino.deProgramm  

Alle Filme und Termine in der Kamera www.kamera-filmkunst.de

 

Das sind unsere Neustarts in KAMERA und LICHTWERK in dieser Kinowoche:

 

1917 / Kamera

An der Westfront des Ersten Weltkriegs bekommen zwei junge britische Soldaten eine brandgefährliche Mission: Sie sollen sich zu einer Einheit ganz vorn an der Front durchschlagen und einen Befehl überbringen, von dem das Überleben der Einheit abhängt. Gemeinsam machen sich die Männer auf durch den Horror der Schützengräben und Schlachtfelder. Ein suggestives Kriegsdrama, das sich ganz auf die Perspektive seiner Hauptfiguren fokussiert und so inszeniert ist, dass der Film wirkt, als wäre er in einer einzigen Einstellung abgedreht. Die technische Brillanz, mit der diese Prämisse umgesetzt ist, springt mitunter so ins Auge, dass die formale Umsetzung den Inhalt zu dominieren droht; nichtsdestotrotz gelingt alles in allem ein ungemein fesselnder Kriegsfilm jenseits simpler Klischees und ein existentielles Drama über Menschen in Todesgefahr. - Sehenswert ab 14. (Filmdienst)

 

LINDERNBERG! MACH DEIN DING! / Lichtwerk

Eine Filmbiografie über die Jugend und ersten Karrierejahre des Musikers Udo Lindenberg, der 1946 im westfälischen Gronau geboren wird und in den 1960er-Jahren gegen jeden gegenteiligen Rat beginnt, mit deutschen Texten zum Rockstar zu werden. Der Film ist in seiner mosaikartigen, um diverse, wiederkehrende Sujets und Themen kreisenden Machart eigenwillig, entwickelt als einfühlsames Biopic wie als mitreißender Musikfilm mit überzeugendem Hauptdarsteller aber große Sogkraft. Die mäandernde Erzählweise lässt dabei Zeit zum Durchatmen, für die Musik und für die präzise Ausmalung von Stimmungen. - Ab 14. (Filmdienst)

 

DAS MÄDCHEN, DAS DIE SONNE BERÜHRTE (WEATHERING WITH YOU) /Kamera

Während Japan von nicht enden wollenden Regenschauern heimgesucht wird, trifft ein junger Ausreißer in Tokio auf ein Waisenmädchen, das durch ein Gebet die Sonne scheinen lassen kann. Was sich zunächst als profitable Geschäftsidee erweist, hat mit der Zeit gravierende Folgen auf die Verfassung des Mädchens. Eine vor allem an ein jugendliches Publikum gerichtete Liebesgeschichte, die trotz ihrer übernatürlichen Elemente auch wirklichkeitsnahe Animationen und einen besonderen Blick für prekäre Lebensbedingungen bietet. Ein gewisser Hang zu Kitsch und Pathos wirkt legitim, weil der Film sich konsequent auf die turbulente Gefühlswelt junger Menschen einlässt. - Sehenswert ab 14. (Filmdienst)

 

VOM GIESSEN DES ZITRONENBAUMS / Kamera

Elia Suleiman präsentiert einmal mehr kunstvoll arrangierte cineastische Tableaus, in denen sich das Weltgeschehen, der Nahostkonflikt und der Konflikt mit einem übergriffigen Nachbarn spiegeln.

 

Einmaltermine:

 

DEUTSCHSTUNDE / Lichtwerk

LARA / Lichtwerk

PARASITE / Kamera

PAVAROTTI / Kamera

SYSTEMSPRENGER / Kamera

UNTER EINEM STILLEN HIMMEL / Lichtwerk

 

Weiter im Programm:

 

ALS HITLER DAS ROSA KANINCHEN STAHL / Lichtwerk

1933 flieht eine Neunjährige mit ihrer jüdischen Familie vor dem NS-Regime aus Berlin. Während die Eltern erst in der Schweiz und später in Frankreich mit Sorge die politischen Ereignisse verfolgen, lernen die Kinder andere Sprachen und neue Regeln, suchen nach Geborgenheit und müssen doch immer wieder Abschied nehmen. Ohne klischeehafte Bilder erzählt die Adaption des gleichnamigen Kinderbuchs von den ersten Jahren des NS-Regimes, Antisemitismus, Flucht und Vertreibung. Bemerkenswert ist sowohl der stetige Wechsel zwischen Betrübtheit und Lebensfreude als auch die Erzählperspektive: Durch ein Kind im Mittelpunkt öffnet sich das komplexe Themenfeld sensibel auch für ein junges Publikum. - Sehenswert ab 10. (Filmdienst)

 

DER GEHEIME ROMAN DES MONSIEUR PICK / Kamera

Ein snobistischer Literaturkritiker aus Paris will unbedingt aufdecken, dass der posthum erschienene Erfolgsroman eines bretonischen Pizzabäckers von einem Ghostwriter geschrieben wurde. Gemeinsam mit der Tochter des Toten begibt er sich in der französischen Provinz auf Spurensuche. Der komödiantische Krimi sitzt im Spanungsfeld zwischen den Generationen und Geschlechtern vielen falschen Fährten auf, ist kurzweilig, aber auch etwas bieder inszeniert, und handelt davon, wie Literatur und Leben einander wechselseitig beeinflussen. (Filmdienst)

 

JUDY / Kamera

Die letzten Jahre der Sängerin und Schauspielerin Judy Garland (1922-1969), die nach einem von Hollywood regierten Auf und Ab ihres wechselhaften Privatlebens mit 47 Jahren an einer Drogenüberdosis verstarb. Der nach einem Bühnenstück gedrehte Film konzentriert sich auf Garlands komplizierten Charakter, vermeidet dabei ein Übermaß an naheliegenden melodramatischen Effekten und verlässt sich ganz auf die schauspielerische Überzeugungskraft seiner Hauptdarstellerin. Die ist weniger darauf aus, Garlands Aussehen und Gesangsstimme bis ins Detail nachzuahmen, sondern konzentriert sich darauf, Beweggründe, Stimmungen und Gefühle glaubhaft zu transportieren.

 

KNIVES OUT / Lichtwerk

Ein ebenso reicher wie unbeliebter Familienpatriarch ist an seinem 85. Geburtstag ermordet worden. Als Täter kommen nur die anwesenden Verwandten oder die Hausangestellte in Betracht. Obwohl sich die Festgäste nicht als besonders kooperativ erweisen, befördern die Ermittlungen schnell eine Fülle denkbarer Motive an den Tag. Die turbulente Kriminalkomödie entwickelt auf bewährten Whodunit-Pfaden eine vergnügliche Tätersuche, bei der insbesondere die Lust des illustren Darsteller-Ensembles am kostümierten Overacting für sich einnimmt.

 

LITTLE JOE / Lichtwerk

Eine Wissenschaftlerin hat für ein Biotech-Unternehmen eine Blume erschaffen, die Menschen glücklich machen soll. Mit der Zeit zeigt sich jedoch, dass die Pflanze Menschen durch ihre Pollen manipuliert, die sich fortan nur noch um das Wohlergehen der Blume kümmern. Mit streng komponierten, sterilen Bildern und archaischen Percussion-Tönen entfaltet der Film eine unterkühlte Science-Fiction-Welt, in der die Menschen den Umgang miteinander verlernt haben. (Filmdienst)

 

MILCHKRIEG IN DALSMYNNI / Kamera

Ein Ehepaar betreibt im Norden Islands eine kleine, aber hochverschuldete Milchfarm, die Teil einer Genossenschaft ist. Als der Mann bei einem Autounfall verunglückt, nimmt die Frau entschlossen den Kampf gegen die korrupte Handelsgesellschaft auf. Anfangs findet sie bei den anderen Bauern wenig Gehör, doch das ändert sich mit der Zeit. Die in der Tradition der neuen „isländischen Welle“ stehende Heldinnen-Erzählung fällt mitunter etwas hastig und kontextlos aus und formuliert ihre Kritik an der globalisierten Ökonomie eher zwischen den Zeilen. (Filmdienst)

 

MILES DAVIS BIRTH OF THE COOL / Kamera

Materialreiche Dokumentation über das Leben des US-Jazzmusikers Miles Davis.

 

MOTHERLESS BROOKLYN / Kamera

Ein unter nervösen Nervenstörungen leidender Detektiv, dessen Boss und Mentor ermordet wird, nimmt die vagen Spuren der Täter auf und stößt auf die Machenschaften eines ebenso reichen wie gewissenlosen Bauunternehmers. Ein Netz aus wirtschaftlicher Korruption und politischer Intrige tut sich vor ihm auf. Ein von dem Schauspieler Edward Norton, der auch die Hauptrolle spielt, virtuos und stilsicher als Hommage auf klassische Noir-Werke inszenierter Film vor dem Hintergrund des New Yorker Stadtteils Brooklyn in den 1950er-Jahren. - Ab 16. (Filmdienst)

 

THE PEANUT BUTTER FALCON / Lichtwerk

Das Schicksal vereinigt zwei höchst unterschiedliche Außenseiter auf einem erzwungenen Roadtrip durch den US-amerikanischen Süden. Der eine ein 22-Jähriger mit Downsyndrom, der sich zu einer Wrestling-Schule in Florida durchschlagen will; der andere ein Mann in den Dreißigern auf der Flucht vor seiner desaströsen Vergangenheit. Verfolgt werden sie von einer Frau, die sich mit den „Outlaws“ in der zweifelhaften Hoffnung auf ein besseres Leben verbindet. Die lakonisch-intime Tragikomödie erzählt von einer Gesellschaft der Abgehängten, die dank märchenhafter Züge und einfühlsamer Darsteller als Wohlfühlfilm dennoch glücklich macht. - Ab 12. (Filmdienst)

 

DAS PERFEKTE GEHEIMNIS / Lichtwerk

Drei Frauen und vier Männer lassen sich bei einem Abendessen darauf ein, dass alle Gespräche und Mitteilungen auf ihren Smartphones in der nächsten Stunde mitgehört oder vorgelesen werden. Das führt zu ungewollten Offenbarungen. (Filmdienst)

 

QUEEN & SLIM / Kamera

Ein junges schwarzes Paar, das sich gerade kennengelernt hat, flieht im Auto durch den Süden der USA, nachdem der Mann unwillentlich einen rassistischen Polizisten erschossen hat. Der zwischen „Bonnie und Clyde“-Reminiszenzen und einem Road Movie angesiedelte Film unterscheidet sich fundamental vom Gros seiner Gattung, weil er sich Zeit nimmt, um die Charaktere zu entwickeln und die Welt am Rande des Weges wahrzunehmen. Dadurch lenkt er von den Denkklischees thematisch ähnlicher Filme ab und etabliert sich als eine bemerkenswert unsensationelle Ausnahmeerscheinung im Thriller-Genre. - Sehenswert ab 16. (Filmdienst)

 

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Lichtwerk Filmtheater Betriebs GmbH, Ravensberger Park 7, 33607 Bielefeld, Handelsregister Amtsgericht Bielefeld HRB 38232
Geschäftsführer: Jürgen Hillmer

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