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Newsletter zum Filmkunst-Programm vom 5.12.2019 bis 11.12.2019

 

Liebes Lichtwerk- und Kamera-Publikum!

Im Januar 2006 eröffnete das Lichtwerk im Ravensberger Park seine neue Spielstätte. Als offizieller Eröffnungsfilm wurde "Urlaub vom Leben" mit Meret Becker und Gustav Peter Wöhler in den Hauptrollen gezeigt. Ein schöner Film, der so manchen Besucher über die Schwelle unseres Hauses trug und Lust auf mehr machte. Regie führte Neele Leana Vollmar und "Urlaub vom Leben" war ihr erster langer Spielfilm. Es freut uns daher ungemein, dass wir nun, einige Jährchen später, Frau Vollmar mit ihrem neuen Werk AUERHAUS persönlich in der KAMERA zu Gast haben. Auch die Umarbeitung des Erfolgsromans von Bov Bjerg zu einem Drehbuch stammt von der Regisseurin. AUERHAUS ist eine atmosphärisch gelungene Zeitreise in die 80er und dürfte für jene, die sie erlebt haben, zum wehmütigen Nostalgie-Trip geraten. Alle anderen werden staunen über Polizei im VW-Käfer, Stress mit der Musterung sowie gemütliche Zeiten vor der Erfindung sozialer Medien. Selten werden existenzielle Themen mit solch erfrischender Leichtigkeit präsentiert.

 

Mit nostalgischen Grüßen

verbleiben die Filmgastgeber aus Filmhaus, Lichtwerk und Kamera

 

Alle Filme und Termine im Lichtwerk www.lichtwerkkino.de 

Alle Filme und Termine in der Kamera www.kamera-filmkunst.de

Alles zur Magic Cookies Night und der Filmplakat-Auktion https://www.lichtwerkkino.de/

 

Das sind unsere Neustarts in KAMERA und LICHTWERK in dieser Kinowoche:

 

ALLES AUSSER GEWÖHNLICH / Kamera

Der jüdische Leiter einer privaten Hilfseinrichtung für autistische Menschen im Großraum Paris kümmert sich wenig um Regeln und Vorschriften, wenn es darum geht, seinen Schützlingen mehr Handlungsfreiheit zu ermöglichen. Deshalb kooperiert er auch mit einem ähnlich unkonventionellen Projekt eines Muslims, der sich um sozial auffällige Jugendliche kümmert. Die mit dezentem Humor und einer großen Leichtigkeit inszenierte Dramödie stützt sich auf reale Vorbilder und eine mehrjährige Beobachtung des Alltags in der Einrichtung des Vereins „Le Silence de Justes“. Auf spielerische und höchst unterhaltsame Weise trägt der Film zum Abbau von Berührungsängsten bei und leistet insbesondere viel für das Verständnis von Autismus. - Sehenswert ab 12. (Filmdienst)

 

AUERHAUS / Kamera

Sechs Jugendliche gründen nach dem Selbstmordversuch eines Freundes 1983 in einer schwäbischen Kleinstadt eine Wohngemeinschaft und müssen sich dem Erwachsenwerden stellen. Die Adaption des gleichnamigen Romans von Bov Bjerg trifft die Stimmung der Vorlage genau und fängt geschickt das Gefühl der Adoleszenz zwischen Aufbruch und Versagensängsten ein. Der in den Hauptrollen glaubwürdig gespielte Film erfasst durch Ausstattung und Soundtrack präzise die Atmosphäre der 1980er-Jahre. - Ab 14. (Filmdienst)

 

A RAINY DAY IN NEW YORK / Lichtwerk

Ein College-Student aus wohlhabendem Hause reist mit seiner Freundin in seine Heimatstadt New York, wo sie einen berühmten Regisseur interviewen will. Allerdings verliert sie sich dabei im eitlen Pomp der Kreativszene, während er sich in eine andere Frau verliebt. Die bittersüße Liebeskomödie springt mit den eindimensionalen Männerfiguren nicht zimperlich um, findet in dem zweiten Liebespaar aber seine Erdung und Magie zurück. Ein melancholischer Abgesang auf New York, das von der Gentrifizierung zerfressen und von einer oberflächlichen Kunstszene resigniert dem Kapitalismus überantwortet wird. - Ab 14. (Filmdienst)

 

MAGIC COOKIES NIGHT: Freitag, 6. Dezember um 19h / Lichtwerk

Es ist wieder so weit: LICHTWERK SUCHT DEN SUPERKEKS (LSDS)! Und zur selben Zeit: FILMPLAKATAUKTION mit 158 Plakaten!

Einen Abend der besonderen Art zelebrieren Filmhaus, Lichtwerk und Kamera am Freitag, dem 6. Dezember. Ab 19 Uhr beginnt die traditionelle Magic Cookies Night mit der vorweihnachtlichen Filmplakatauktion. Wieder kommen aktuelle und historische Filmplakate unter den Auktionshammer. Vergnügen und Gaumenkitzel verspricht die Suche nach dem Superkeks. Die Lichtwerker fordern ihr Publikum zum Backwettbewerb auf. Die drei leckersten selbstgebackenen Kekssorten werden im LSDS Keks-Contest ausgezeichnet. Sie gewinnen u.a. einen von einer eigens eingesetzten Knabberjury verliehenen Geschmäckle-Preis in Form eines Kino-Passes!

Wer noch auf der Suche nach einem attraktiven Weihnachtsgeschenk ist, wird im Lichtwerk sicherlich fündig. Zur Versteigerung kommen viele historische Plakate, die die Filmgeschichte illustrieren. Zutage gefördert aus dem Archiv wurden Schätze wie „Delicatessen“, „Chocolat“, „Antichrist“, „La Boum“ und „Interstella 55555“. Seltenheitswert haben bereits jetzt schon die Plakate zu den Autorenfilmen „Die Dritte Generation“ von R.W. Fassbinder und Wim Wenders „Falsche Bewegung“ nach dem Drehbuch von Peter Handke. In diesem Jahr sind einige Plakate zu Filmen mit Brad Pitt auf der Liste: „Once Upon A Time in Hollywood“, „Killing Them Softly“ und „Ad Astra“. Fans des Regisseurs Wes Anderson kommen mit „Grand Budapest Hotel“, „Moonrise Kingdom“, „Isle of Dogs“ und „Darjeeling Limited“ auf ihre Kosten. Gestalterisch sind die Plakate zu „Es“, „Die Verlegerin“, „Sicario“ und Dennis Hoppers „The Last Movie“ sehr gelungen. Ganz aktuell sind die Poster zu „Le Mans 66“, „Auer Haus“, „Lara“ und „Der Leuchtturm“.

Für die kleinen Filmfans stehen u.a. „Der kleine Rabe Socke“, „Shaun das Schaf“ „Pettersson und Findus“ und „Der kleine Drache Kokosnuss“ zur Auswahl. Als Specials bringen wir die Banner zu „Rocket Man“ (Elton John) und „Joker“. Die vollständige Auktionsliste gibt es hier.

Der Eintritt zu diesem bunten Abend mit Gratis-Glühwein ist frei!

Die Anwärter auf den LSDS Keks-Contest geben ihre Keks-Kandidaten bis 20 Uhr im Lichtwerk-Kassenbereich in die Hände der Keks-Jury. Also: Backen! Schmecken!! Gewinnen!!!

 

Einmaltermine:

 

BIS DANN MEIN SOHN / Lichtwerk

JOKER / Lichtwerk (OmU)

MENSCHSEIN / Kamera

NUREJEW - THE WHITE CROW (Lichtwerk)

PARASITE / Kamera

PORTRAIT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN / Kamera

SO FINSTER DIE NACHT / Kamera

SYSTEMSPRENGER / Kamera

 

Weiter im Programm:

 

AMAZING GRACE – ARETHA FRANKLIN / Kamera

1972 nahm die US-amerikanische Soulsängerin Aretha Franklin mit berühmten Gospelmusikern bei zwei Live-Auftritten in der Missionary Baptist Church in Los Angeles ihr legendäres Doppelalbum „Amazing Grace“ auf. Der dabei gedrehte Dokumentarfilm, der nach technischen und juristischen Problemen erst 46 Jahre später aufgeführt werden konnte, beeindruckt nicht nur als hautnahes Zeugnis eines musikhistorischen Meilensteins, sondern insbesondere auch durch seine Vermittlung der atmosphärischen Kraft der Auftritte auf ihr Publikum. Daneben vermittelt der Film präzise auch den Charakter der Aufnahmesituation in der Kirche als Akt religiösen und politischen Widerstands der „Black Community“. - Sehenswert ab 12. (Filmdienst)

 

BERNADETTE / Lichtwerk

Eine erfolgreiche Architektin zieht sich nach einem Schock aus ihrer Arbeit und professionellen Umgebung in die Isolation eines alten, ständig zu renovierenden Anwesens zurück und verwandelt sich zunehmend in eine nicht nur für die Nachbarschaft, sondern auch für ihre Familie unerträgliche Persönlichkeit. Erst eine von ihrer Tochter gewünschte Reise in die Abgeschiedenheit der Antarktis ist in der Lage, den Bann zu brechen. Die Adaption eines Romans von Maria Semple bemüht sich durch einen oft irritierenden Stil, dem unkonventionell strukturierten Roman gerecht zu werden. Schwächen in der filmischen Konstruktion werden dabei weitgehend durch die bemerkenswerte Einfühlsamkeit ausgeglichen, mit der die Hauptdarstellerin die Handlung zur Darstellung menschlicher Vereinsamung verdichtet. (Filmdienst)

 

DEUTSCHSTUNDE / Lichtwerk

Nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert sich ein in eine Besserungsanstalt eingesperrter junger Mann an den Konflikt, der ihn selbst an den Rand des Wahnsinns gebracht hat: Sein Vater, ein Dorfpolizist, verfolgt und verdächtigt einen Maler, seinen ehemaligen Freund, setzt bedingungslos die Vorgaben der NS-Politik durch, wird so zum brutalen Mittäter und ändert seine Haltung auch nach dem Untergang des Regimes nicht. Eine von ausgezeichneten Darstellern getragene Verfilmung des 1968 veröffentlichten Romans von Siegfried Lenz. (Filmdienst)

 

THE GOOD LIAR (DAS ALTE BÖSE) / Kamera

Eine in London lebende Witwe sucht nach männlicher Gesellschaft und stößt auf einen gleichaltrigen Charmeur, dem sie allmählich Haus und Herz öffnet. Dass der Mann ein Schwindler ist, lässt sich bald ahnen, dass beide aber eine gemeinsame, ins kriegszerstörte Berlin zurückführende albtraumhafte Beziehung haben, stellt sich erst allmählich heraus. Von zwei Vollblutschauspielern genüsslich ausgekostetes Kammerspiel, das viel Vergnügen bereitet, bis die Story in einer überkonstruierten, historisch belasteten Spekulation endet. (Filmdienst)

 

LARA / Lichtwerk

Eine frühpensionierte Beamtin erwacht am Morgen ihres 60. Geburtstages und lässt sich in einer Mischung aus Schwermut und sarkastischem Humor durch den Tag treiben. Sie hebt all ihr Geld ab, kauft ein Galakleid und die Restkarten eines Konzertes, bei dem ihr Sohn als Pianist am Abend eine eigene Komposition vorstellen will. Nicht alle Geheimnisse der kühlen Protagonistin und ihres zwischen Tristesse und Lebensmüdigkeit schwankenden Daseins werden dabei gelüftet. Der außergewöhnliche Film über Kunst, Familie und Einsamkeit handelt als kluge Selbstkritik des Bildungsbürgertums von Disziplin, Gewalt und Selbstverletzung, in der Liebe stets auch mit Verachtung einhergeht. - Sehenswert ab 16. (Filmdienst)

 

DER LEUCHTTURM / Kamera

Ende des 19. Jahrhunderts setzt ein junger Mann an der Küste Neuenglands auf eine einsame Insel über, um als Gehilfe eines Älteren den Leuchtturm zu warten. Lange Zeit sprechen die Männer nicht miteinander, bis ein Sturm tagelang verhindert, dass ein Versorgungsschiff anlegt, um Lebensmittel zu bringen und den verzweifelten Assistenten abzulösen. Das verstörende Drama ist in Schwarz-weiß und in einem fast quadratischen Format gedreht, was die klaustrophobische, durch tiefe Kontrabass-Streicher ins Unheimliche tendierende Atmosphäre verstärkt. Die Darsteller hingegen liefern sich in ausgefeilten, mitunter komischen Dialogen ein immer stärker eskalierendes Duell. - Ab 16. (Filmdienst)

 

OFFICIAL SECRETS / Kamera

Eine Übersetzerin im Hauptquartier des britischen Geheimdienstes sorgt 2003, kurz vor Ausbruch des Irakkrieges, dafür, dass ein geheimes Memo des US-Geheimdienst NSA bei der Tageszeitung „The Observer“ landet. Bald darauf gerät sie in Verdacht, der fieberhaft gesuchte Whistleblower zu sein. Die spannende Mischung aus Spionage- und Gerichtsfilm fußt auf dem wahren Fall der Katherine Gun und unterstreicht die Bedeutung von Whistleblowern für die Demokratie. (Filmdienst)

 

DAS PERFEKTE GEHEIMNIS / Lichtwerk

Drei Frauen und vier Männer lassen sich bei einem Abendessen darauf ein, dass alle Gespräche und Mitteilungen auf ihren Smartphones in der nächsten Stunde mitgehört oder vorgelesen werden. Das führt zu ungewollten Offenbarungen. (Filmdienst)

 

DIE SCHÖNSTE ZEIT UNSERES LEBENS / Lichtwerk

Ein ewig nörgelnder Karikaturist, der mit der Gegenwart wenig anfangen kann, darf sich eine nostalgische „Zeitreise“ wünschen, bei der eine Eventagentur akribisch das erste Kennenlernen mit seiner Ehefrau nachinszeniert, die ihn soeben vor die Tür gesetzt hat. Die Imagination eines Pariser Cafés in den 1970er-Jahren funktioniert allerdings so gut, dass Realität und Illusion bald heftig aneinandergeraten. (Filmdienst)

 

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Lichtwerk Filmtheater Betriebs GmbH, Ravensberger Park 7, 33607 Bielefeld, Handelsregister Amtsgericht Bielefeld HRB 38232
Geschäftsführer: Jürgen Hillmer

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