Der Newsletter wird nicht richtig angezeigt? Jetzt im Browser anschauen.

Newsletter zum Filmkunst-Programm vom 5.7. bis 11.7.2018

 

Liebes Lichtwerk- und Kamera-Publikum!

 

Ein Spielfilm made in Bielefeld? Eine seltene Angelegenheit im abendfüllenden Format. Mit seinem Film ZWISCHEN SOMMER UND HERBST ist Daniel Manns das Wagnis eingegangen, in der deutschen Provinz eine Liebesgeschichte zu inszenieren, die ganz ohne Berlin und den üblichen szenigen Kladderadatsch auskommt. Zwei junge Frauen lernen sich kennen, knattern mit dem Roller durch das Ravensberger Hügelland und probieren was aus. „Kann ja nicht viel sein“, mutmaßt der Metropolist, „kein Berghain weit und breit und immer diese Landschaft…“ Wer keinen Blick für das Bodenständige hat und wer echte Kommunikation statt Whattsäppen langweilig findet: ab nach Prenzlberg mit seinen ultraspannenden Laptop-Existenzen. Allen anderen empfehlen wir den Genuss eines Films, der uns auf eine Reise mitnimmt, auf der man vieles wiedererkennt und manches mit anderen Augen sehen lernt. ZWISCHEN SOMMER UND HERBST läuft im klimatisierten Lichtwerk. 

 

Mit ravensberger Grüßen
verbleiben die Filmmods aus Filmhaus, Lichtwerk und Kamera

 

Alle Filme und Termine im Lichtwerk www.lichtwerkkino.de

Alle Filme und Termine in der Kamera www.kamera-filmkunst.de

 

Unsere neuen Filme in KAMERA und LICHTWERK

 

AM STRAND / Kamera

Ein junger Mann und eine junge Frau verbringen ihre Hochzeitsnacht 1962 in einem Hotel im englischen Dorset. Doch ihre körperliche Annäherung verkrampft zusehends; während der Mann mit seiner Erregung kämpft, friert die Frau immer mehr ein. Das Paar scheitert allerdings nicht an seinen sozialen oder ökonomischen Unterschieden, sondern an sexueller Unerfahrenheit und dem Fehlen einer Sprache der Liebe. Das nach dem gleichnamigen Roman von Ian McEwans inszenierte Liebesdrama entfaltet die Entfremdung der Liebenden als lange kammerspielartige Hotelszene. In Rückblenden zeichnet sich unscharf ein Gesellschaftsporträt der beginnenden 1960er-Jahre ab. (Filmdienst)

 

DIE BRILLANTE MADEMOISELLE NEILA / Kamera

Ein eitler französischer Rhetorik-Professor wird von der Universität verdonnert, eine Jura-Studentin aus den Banlieues von Paris in der Kunst des Disputierens zu schulen, da er gegen sie während einer Vorlesung ausfällig wurde. Das Duell der beiden ungleichen Streithähne kommt nicht ohne jede Menge gegenseitiger Vorurteile und explosiver Reibungen aus, schließt aber auch einen versöhnlichen Brückenschlag mit ein. Die anfangs kühl beobachtende, auf Dauer aber warmherzige Komödie ist ein Geschenk an die beiden Hauptdarsteller und plädiert nachdrücklich für Toleranz und Humanität. (Filmdienst)

 

CANDELARIA / Kamera

Ein altes kubanisches Ehepaar entdeckt Mitte der 1990er-Jahre, als der Inselstaat seine bis dahin schwerste Wirtschaftskrise durchlebte, in einer Hi8-Videokamera eine Art Wunderelixier, das seine erloschene Beziehung vitalisiert und zu neuer Lebensfreude verhilft. Das bolero-hafte Kammerspiel verbindet überzeugend Einsichten ins wechselhafte Wesen der Liebe mit melancholischen Gesellschaftsreflexionen und dem Wissen um die grundsätzliche Vergänglichkeit allen Seins. Getragen wird der zurückgenommene Film von zwei charismatischen Hauptdarstellern, die ihren widersprüchlichen Charakteren eine große Liebenswürdigkeit verleihen.

 

DIE FRAU, DIE VORAUSGEHT / Lichtwerk

Im Frühjahr 1889 reist die verwitwete Malerin Catherine Weldon von New York nach North Dakota, um im Indianerreservat den Sioux-Häuptling Sitting Bull zu porträtieren. Durch den Kontakt mit dem scheinbar gebrochenen Indianer entsteht eine auf Respekt basierende Freundschaft, mit der sich zwei unterdrückte Seelen von einer repressiven Gesellschaft emanzipieren. Das eindrückliche, wortreiche Drama ist gegen die Genreklischees inszeniert und braucht sich mit seinen kraftvoll-epischen Bildern nicht hinter den modernen Klassikern des Westerns zu verstecken. (Filmdienst)

 

IN DEN GÄNGEN / Lichtwerk

Ein junger Mann fängt nach seiner Entlassung aus dem Knast als Mitarbeiter in einem Großmarkt an, wo er sich schnell eingewöhnt, weil ihn ein älterer Kollege unter die Fittiche nimmt und er sich überdies in eine Angestellte verliebt. Der leise, feinsinnige Film entfaltet eine subtile Liebesgeschichte mit großem atmosphärischem Zauber, ausgefeilten Alltagsdialogen und einem großen Augenmerk auf die scheinbar banale Arbeitswelt. Ästhetisch knüpft die Inszenierung an eine (post-)sozialistische Kunstauffassung an, die Hochkultur und Arbeiterklasse versöhnen wollte. In seiner sublimen Ästhetik und Dezenz hebt sich der stille, hervorragend besetzte Film wohltuend ab. (Filmdienst)

 

LIEBE BRINGBT ALLES INS ROLLEN / Lichtwerk

Ein 50-jähriger Manager, der es auf oberflächliche Amouren anlegt, wird von einer Frau irrtümlich für einen Rollstuhlfahrer gehalten. Statt das Missverständnis aufzuklären, will er sie über ihr Mitgefühl erobern, lernt dann aber ihre Schwester kennen, die wirklich im Rollstuhl sitzt und mit ihrem lebensfrohen Charme ungewohnte Gefühle bei dem Playboy weckt. Um sie mit dem Eingeständnis seiner Lüge nicht vor den Kopf zu stoßen, hält er an seiner vorgetäuschten Behinderung fest. Die warmherzige, gut besetzte romantische Komödie wirbt auf sympathische Art für den Abbau von Vorurteilen, schießt in der Anhäufung peinlicher Situationen aber mitunter übers Ziel hinaus. (Filmdienst)

 

PAPST FRANZISKUS – EIN MANN SEINES WORTES /Lichtwerk

Ein Porträt von Jorge Mario Bergoglio, der seit 2013 als Papst Franziskus Oberhaupt der katholischen Kirche ist. Regisseur Wim Wenders will damit einen Film mit, nicht über den Papst inszenieren und macht ihn zu einer Plattform, über die der Papst für ihn zentrale Botschaften vermittelt: Die Forderung nach Solidarität mit den Armen und nach einem respektvollen Umgang mit der Schöpfung sowie von Menschen, Nationen und Religionen miteinander – im Geist von Bergoglios “Namensgeber” Franziskus von Assisi, dessen Vorbild mittels Sequenzen, die wie Passagen aus einem Stummfilm-Porträt des Heiligen inszeniert sind, heranzitiert wird. Wenders verwebt Archivaufnahmen von Reisen und Reden des Papstes mit Passagen aus vier langen Gesprächen, die er im Verlauf von zwei Jahren mit ihm führte, und macht daraus eine intensive Begegnung, die auf kritische Distanz bewusst verzichtet, um mittels Film jene Nähe herzustellen, die Franziskus selbst als Kern seiner pastoralen Arbeit sieht. (Filmdienst)

 

THE RIDER / Kamera

Ein junger indianischer Pferdetrainer wird bei einem wilden Ritt aus dem Sattel geworfen und so schwer verletzt, dass er künftig nicht mehr reiten darf. Vor dem Hintergrund des Lebens in einem Indianerreservat in South Dakota beschreibt der Film die geistigen und körperlichen Folgen des verhängnisvollen Sturzes. Die fast dokumentarisch nachgestellten Szenen werden von dem realen Trainer, dem sie zugestoßen sind, und von dessen Familie und Freunden gespielt. Ihre Authentizität wird durch die präzise beobachtende Kamera und eine unprätentiöse, höchst aufmerksame und sensible Inszenierung wirkungsvoll unterstützt. Bei aller Wirklichkeitstreue durchweht ein Hauch von Melancholie und Poesie den Film, was ihm einen eigenen, unverwechselbaren Stil verleiht. (Filmdienst)

 

SWIMMING WITH MEN / Kamera

Ein Steuerberater in der Midlife-Crisis schließt sich einer Gruppe von männlichen Synchronschwimmern an und bereitet sich mit ihnen auf die Weltmeisterschaft in Mailand vor. (Filmdienst)

 

DIE WUNDERÜBUNG / Lichtwerk

Ein Therapeut und ein krisengebeuteltes Ehepaar sind die Protagonisten von „Die Wunderübung“, einem Dreipersonen-Kammerspiel, das unter der Leitung eines „Spielführers“ eine Duellkonstellation durchspielt. Inszeniert hat den Rede- und Streitmarathon der österreichische Regisseur Michael Kreihsl, der das Theaterstück von Daniel Glattauer im Jahr 2015 bereits in den Wiener Kammerspielen auf die Bühne brachte.

Die Historikerin Joana und der Luftfahrtingenieur Valentin Dorek haben sich vor 17 Jahren beim Tauchen kennengelernt und ineinander verliebt. Sie heirateten, bekamen zwei Kinder, hatten Affären und schraubten sich über Fragen fehlender Verantwortung, Vertrauen und Zuwendung in eine Spirale aus Gehässigkeiten und Vorwürfen hinein. (Esther Buss/Filmdienst)

 

ZWISCHEN SOMMER UND HERBST / Lichtwerk

Zwei Frauen verlieben sich, als sie es am wenigsten erwarten: bei einer nächtlichen Begegnung am Kühlschrank. Die 17-jährige Lena ist gerade mit der Schule fertig, plant einen Auslandsaufenthalt in Argentinien und macht gerade den Führerschein. In einer heißen Sommernacht lernt sie die neue Freundin ihres Bruders Jonas kennen. Eva ist 24, studiert Sozialpädagogik und genießt das Leben mit Jonas. Die beiden jungen Frauen freunden sich an und schnell ist Eva ins Familienleben integriert. Als Eva sie küsst, gerät Lenas Welt ins Wanken. Mit viel Dialogwitz kommen sich zwei Menschen langsam näher, die gar nicht auf der Suche nach Liebe waren.

Zwischen Sommer und Herbst ist der erste Spielfilm von Regisseur und Drehbuchautor Daniel Manns. Zusammen mit dem Team von crosseyed bear fiction wurde der bildgewaltige Sommerfilm in Bielefeld und Umgebung sowie in Luxemburg produziert.

Sie möchten unseren Newsletter nicht mehr erhalten, oder Ihre Mailadresse ändern?
Dann klicken Sie hier.

Lichtwerk Filmtheater Betriebs GmbH, Ravensberger Park 7, 33607 Bielefeld, Handelsregister Amtsgericht Bielefeld HRB 38232
Geschäftsführer: Jürgen Hillmer

Newslettersystem powered by Digitale Offensive