Psychoanalyse und Film: Was vom Tage übrig blieb

Psychoanalyse und Film: WAS VOM TAGE ÜBRIG BLIEB

Der Arbeitskreis niedergelassener psychologischer PsychotherapeutInnen Bielefeld e.V. ist ein Praxisnetz mit psychotherapeutischem Schwerpunkt. In der Reihe mit Filmen, die von PsychoanalytikerInnen und KollegInnen anderer Berufsgruppen kommentiert und mit dem Publikum diskutiert werden stellt Prof. Dr. Dirk Blothner WAS VOM TAGE ÜBRIG BLIEB vor. Er arbeitet als Psychoanalytiker und Lehranalytiker (DGPT) in Köln. Viele seiner über 100 Veröffentlichungen befassen sich mit der Wirkungs- und Psychoanalyse des Films.

„Die Geschichte eines englischen Butlers, der seinem aristokratischen Arbeitgeber bis zur totalen Unterdrückung aller persönlichen Gefühle dienstbar ist, wird zum Porträt einer Epoche, deren äußerer Glanz kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges die Defizite der angelsächsischen Klassengesellschaft nicht mehr verdecken kann. Ein sensibler, von vorzüglichen Schauspielern profitierender Film, in dem intime Psychologie und sozialer Kommentar nahtlos ineinandergreifen.“ (filmdienst)

Der amerikanische Millionär Lewis (Christopher Reeve) ersteigert im Großbritannien der 1950er Jahre das Herrenhaus des in Schande verstorbenen gleichnamigen Lord Darlington (James Fox). Dem Adligen wird vorgeworfen, zu Beginn der 30er Jahre mit Nazis zusammengearbeitet zu haben. Butler Stevens (Anthony Hopkins) erinnert sich in einem Brief, gerichtet an die ehemalige Haushälterin Miss Kenton (Emma Thompson), an diese Zeit zurück und daran, wie sie zum ersten Mal in Darlington Hall aufkreuzte. Als Stevens seiner aus Pflichtgefühl unterdrückte Liebe ihr gegenüber gedenkt, beschließt er, Miss Kenton nach all den Jahren aufzusuchen und seinen Fehler gut zu machen.

THE REMAINS OF THE DAY R: James Ivory. D: Emma Thompson, Anthony Hopkins, James Fox, Christopher Reeve. USA 1993FSK: ab 6, 134 Min.

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AB 6 JAHREN / 134 MINUTEN

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14. September