Mein bester Freund

Nur ein Jahr trennt Lorenzo und Caito, doch die zwei Teenager trennen Welten. Caito mit seinen Tattoos, dem Ohrring, dem frechen Lächeln, und der ein Jahr jüngere Lorenzo, der sensible, reife Bücherwurm mit den weichen Gesichtszügen, der beim Fußball immer als letztes in die Mann-schaft gewählt wird.Caitos Vater, ein alter Freund von Lorenzos Vater, hatte einen Unfall. Deshalb holt die Familie ihn kurzerhand aus Buenos

Aires zu sich in die patagonische Provinz. Von Anfang an herrscht ein gewisses Misstrauen, irgendetwas scheint da zu schwelen. „Sei ein wenig wachsam", sagt Lorenzos Vater Andres zu ihm, und seine Mutter Camila wiederholt fast gebetsmühlenartig den Satz, Caito sei kein schlechter Mensch, so als könnte sie sich dann davon überzeugen. Dabei hat Lorenzo seine ganz eigenen Sorgen. „Mein bester Freund" ist eine berührende, authentische Parabel über eine Freundschaft, die Vorurteile überwindet, und übers Erwachsenwerden, das so viel Verwirrung mit sich bringt. Über Familie, Zusammenhalt und eine Liebe, die dieses Wort (noch) nicht kennt.

Argentinien 2018, 90 Min., Regie: Martin Deus, mit Angelo Mutti Spinetta, Lautaro Rodriguez

 

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AB 6 JAHREN / 90 MINUTEN