Ema

Ema (Mariana Di Girolamo) und Gastón (Gael García Bernal) sind künstlerische Freigeister einer Tanzkompanie. Sie Tänzerin, er Choreograph. Ihr gemeinsames Leben wird aus den Angeln gerissen, als ihr kleiner Adoptivsohn Emas Schwester schwere Brandmale zufügt. Ema entscheidet, das adoptierte Kind wieder fortzugeben. Ihre Ehe zerbricht an dieser Entscheidung, die Gastón als herzlos verurteilt. Er ist in seinem Urteil über Ema nicht allein: Plötzlich steht die junge Tänzerin im Kreuzfeuer ihres gesamten sozialen Umfelds. Ema, die mit einem strahlenden Selbstbewusstsein und einer unbändigen Kraft gesegnet ist, rebelliert. Eine furiose Odyssee beginnt, ein radikaler Selbsterfahrungstrip, der die weibliche Selbstermächtigung auf die Spitze treibt. Ema macht, was sie will, erobert, wen sie will, egal ob Mann oder Frau. Der Tanz ist ihr Ventil und die Sprache ihrer Leidenschaft. Zusammen mit ihrer neuen Mädchen-Gang zieht sie durch die Nacht von Valparaiso und legt die Welt um sich herum in Flammen.

Mit dem Fokus auf die furiose, elektrisierende Kunst des Reggaeton-Dance ist Weltklasse-Regisseur Pablo Larraín (NERUDA, JACKIE) das kristallklare Porträt einer neuen Weiblichkeit gelungen, die alle Fixierungen sprengt und sich selbst feiert. Mit seinen aufgeladenen, manchmal avantgardistischen Bildern fängt Larraín die explosive Kraft einer unvergesslichen Filmheldin ein, die sich gnadenlos selbstbewusst und zielstrebig durch die Welt bewegt. Wir brauchen mehr solch starker Bilder starker Frauen!

R: Pablo Larraín, D: Mariana Di Girolamo, Gael García Bernal, Santiago Cabrera, Chile 2019, 102 Min, FSK ?, Erstaufführung!

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AB 16 JAHREN / 102 MINUTEN