Die Stadt ohne Juden - FuM-Fest 2021

Ein Titel, der uns Heutigen das Blut in den Adern gefrieren lässt. Ein Film, 1924 gedreht, nach fast 100 Jahren wiederentdeckt, restauriert und nun der Öffentlichkeit übergeben. Ein Film, der zum ersten Mal überhaupt das Thema Antisemitismus aufnimmt und in ene satirische Dystopie von unfassbarer Hellsichtigkeit über die Hetze gegen Juden umsetzt. So erscheinen demonstrierende Massen, die in ihrer Wut über die Wirtschaftskrise nach einem Sündenbock suchen und ihn finden. Die Juden werden aus dem fiktiven Staat Utopia gejagt - in Bildern, die die grausame Realität vorwegzunehmen scheinen. Anders als in der Realität wenige Jahre später geht die Filmgeschichte jedoch besser aus. Der MAssenhysterie folgt die ernüchterung. Ohne Juden wird alles schlimmer in Utopia. ( Quelle: FILM+MUSIKFEST 2021)

 

»Die Stadt ohne Juden«

Österreich 1924, 80 Min.Regie: K. H. Breslauer Mit Johannes Riemann, Eugen Neufeld, Hans Moser Musik: Richard Siedhoff

 

Begleitung: Richard Siedhoff, Klavier, Mykyta Sierov, Oboe

 

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AB 18 JAHREN / 80 MINUTEN