Der Pfad

Der junge Rolf ist gemeinsam mit seinem Vater Ludwig, der als kritischer Journalist den Nazis ein Dorn im Auge ist, auf der Flucht. Sie wollen in die USA gelangen, wo Rolfs Mutter bereits lebt. Bis Südfrankreich haben sie es geschafft. Von dort bleibt ihnen nur noch der gefährliche Weg über die Pyrenäen. In einem Dorf gewinnen sie einen Führer, das Mädchen Nuria. Als Rolfs Vater sich von ihnen trennt, um die Verfolger abzulenken, sind die beiden Kinder auf sich alleine gestellt. Tobias Wiemann, der bereits mit "Amelie rennt" einen hochgelobten Film fürs junge Publikum lieferte, der Abenteuer mit großen Kinobildern und Drama kombinierte, inszeniert hier Julius Weckauf aus "Der Junge muss an die frische Luft" und Newcomerin Nonna Cardoner als Hauptfiguren in einem historischen Setting. Volker Bruch aus "Babylon Berlin" ist als Vater zu sehen in der packenden Geschichte einer Freundschaft auf der Flucht nach dem Roman von Rüdiger Bertram, der auch das Drehbuch mit Jytte-Merle Böhrnsen schrieb.

Wenn Volker Bruch in dem Film einen von der Nazi-Diktatur verfolgten Journalisten auf der Flucht spielt, entbehrt das nicht der Ironie, unterstellt er doch der Corona Politik in Deutschland diktatorische Züge und nimmt an Querdenker Demonstrationen teil. Daher outen wir uns hier ausdrücklich als Unterstützende von „Bielefeld denkt MIT statt quer“.

R: Tobias Wiemann. D: Julius Weckauf, Nonna Cardoner, Volker Bruch. Deutschland 2021, FSK: ab 6, 100 Min., Erstaufführung!

 

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AB 6 JAHREN / 100 MINUTEN