Besonderes

24 Wochen kino_mit_gästen

Am Samstag, dem 24. September um 15.00 wird Regisseurin Anne Zohra Berrached ihren Film persönlich vorstellen. Das Filmgespräch wird moderiert von Frau Maike Husemann (Geschäftsführerin der pro familia, Bielefeld) und Frau Petra Vogelsang (Dipl. Psychologin, Beraterin für Personen vor, während und nach Pränataldiagnostik) von pro familia, Bielefeld. Wir freuen uns auf einen spannenden Kinonachmittag.

Ein Film mit großer Strahlkraft und voll emotionaler Wucht: Die Geschichte von Astrid, die sich entscheiden muss, ob sie ein wahrscheinlich schwerbehindertes Kind zur Welt bringen will, ist nicht nur herausragend gespielt, sondern in der Verbindung von Spielfilm, Improvisation und Dokumentation ein extrem intensives Werk, das viele Fragen stellt und nur einige beantworten kann. Julia Jentsch und Bjarne Mädel spielen als Paar überragend natürlich und authentisch, jeder für sich und beide gemeinsam. Sie werden unterstützt von einer überaus beweglichen Kamera und von einer Regie, die mehr beobachtet als dirigiert. Weder tränenselig noch schnulzig, geht der Film absolut unter die Haut und ans Herz.

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Eine Geschichte von Liebe und Finsternis (OmU)

A Tale Of Love And Darkness ist das Regiedebüt von Hollywood-Star Natalie Portman. Keine leichte Kost: Der Film basiert auf dem autobiografischen Buch »Eine Geschichte von Liebe und Finsternis« des israelischen Autors Amos Oz.

Jerusalem in den 1940er Jahren: Der junge Amos (Amir Tessler) wächst in Jerusalem auf, wo die aus Europa vertriebenen Juden darauf hoffen, einen eigenen israelischen Staat zu erhalten, der ihre neue und vor allem rechtmäßige Heimat werden soll. Davon träumen auch Amos’ Eltern: seine fantasievolle Mutter Fania (Natalie Portman) und sein Vater Arieh (Gilad Kahana), der als Bibliothekar und Akademiker Amos gerne Vorträge über Sprachwissenschaft hält. Doch Amos lauscht lieber den Geschichten seiner Mutter, Gleichnissen oder auch Episoden von früher, von denen er nie weiß, ob sie wahr sind und was sie bedeuten. Der Zehnjährige ist für sie der einzige Lichtblick in einer finsteren Welt, die sie immer schwermütiger werden lässt und kein Arzt helfen kann. Doch was soll nur aus Amos werden, wenn seine Mutter ihm keine Geschichten mehr erzählen kann?

Pressestimmen

• In the end, this moving film triumphantly captures the tragic and beautiful story told in the book. (Jerusalem Post)

• It has an unusual, and possibly unique, perspective on Israeli psychology, and Portman demonstrates she possesses a confident grasp of film-making fundamentals. (The Guardian)

A TALE OF LOVE AND DARKNESS | Spielfilm | Regie: Natalie Portman | Buch: Natalie Portman, Amos Oz | Israel 2015 | 95 min | OmdtU | FSK: 12

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lichtwerk_psychologisch: Pappa ante Portas

28. September um 18.00 Uhr, lichtwerk_psychologisch: PAPPA ANTE PORTAS

Der Förderverein der Telefon- Seelsorge Bielefeld-OWL und das Lichtwerk im Ravensberger Park zeigen am 28. September in ihrer gemeinsamen Reihe „lichtwerk_psychologisch“ den Film: „Pappa ante Portas“ aus dem Jahr 1991 von Loriot / Vicco von Bülow.

Der Film wird im Anschluss - wie in den vorhergegangenen Veranstaltungen - unter psychoanalytischen Gesichtspunkten kommentiert, was bei diesem Film ein besonderes Highlight zu werden verspricht. Referent am Abend wird Dr. med. Johannes Döser, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin und Psychoanalytiker aus Essen sein. Für Döser galt schon während seiner psychoanalytischen Ausbildung das Interesse der Verbindung von Kunst, Tanz und Musik und Psychoanalyse. In zahlreichen Veröffentlichungen hat er sich aus psychoanalytischer Sicht neben klinischen Arbeiten mit verschiedenen psychoanalytischen Fragestellungen aus dem Bereich der Ästhetik, Kunst, Kultur und Gesellschaft befasst.

Inhalt: In dem Film „Pappa ante Portas“ wird Heinrich Lohse, Einkaufsdirektor bei der Deutsche Röhren AG, nach einer übertriebenen Sparmaßnahme in den Vorruhestand versetzt. Die neue Leere in seinem Leben füllt er durch Mitarbeit im Haushalt, obwohl er dafür nicht das geringste Geschick besitzt, was zahlreiche Konflikte mit seiner Frau Renate, der Haushälterin und der Nachbarschaft erzeugt. Immer wieder zeigt sich, wie sehr sich Heinrich während der Berufszeit bereits von seiner Frau und seinem Sohn Dieter entfremdet hat; seine unbeholfenen Kommunikationsversuche führen zu zahlreichen urkomischen Szenen.

Das aus Sketchen zusammengesetzte Vergnügen glossiert mit witzig-treffenden Ausführungen die Schwierigkeiten und Schrullen im Alltagsleben von Vorruheständlern und Rentnern. Zugleich eine Gelegenheit für Loriot, seine geistvollen Witze in einer Paraderolle zu demonstrieren.

Über 3,5 Millionen Besucher sahen den Film im Kino. Damit war er einer der erfolgreichsten Kinofilme und der erfolgreichste aus Deutschland produzierte Film im Jahr 1991. Dafür wurde er mit der Goldenen Leinwand ausgezeichnet.

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Leben in der Stadt von Morgen

Dienstag, 11. Oktober, 19h

D 2007, 97‘, Dokumentarfilm, Regie: Marian Engel (Düsseldorfer Erstaufführung)

Helden der Moderne wie Walter Gropius, Oscar Niemeyer (der hier u. a. zu Wort kommt), Alvar Aalto, Jan van den Broek und Jacob Bakema haben im Hansaviertel gebaut: als Reaktion auf den stalinistischen Prunk der Ost-Berliner Stalinallee. Im „Schaufenster des Westens“ sollte die politische Bindung der Bundesrepublik auch ästhetisch zum Ausdruck kommen. Spannende Doku zum 50. Geburtstag des Hansaviertels. Vorfilm: Für einen Platz an der Sonne (D 1959, 10‘, Regie: Rudi Hornecker). Ernst May erklärt sein Modell des „Neuen Frankfurt“.

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Mamma Roma

Dienstag, 18. Oktober 2016, 19h

I 1962, 105‘, Spielfilm, DF, Regie: Pier Paolo Pasolini

Mit Anna Magnani, Ettore Garofolo, Franco Citti

Keifend und kochend versucht sich Anna Magnani als Ex-Prostituierte in einem bürgerlichen Wohnviertel Roms zu etablieren: Im Rahmen eines staatlichen Förderprogrammes können Kleinverdiener in Italien in den 1950er Jahren Wohnraum erwerben. Für Pasolini spiegelt die Architektur Roms den Zustand einer ganzen Gesellschaft wider, die modernen Wohnblocks stehen zwischen den antiken Ruinen für Hoffnungen auf Neues, aber auch für bittere Enttäuschungen.

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Der Pruitt-Igoe Mythos OV

Dienstag, 1. November 19h

USA 2011, 79‘, Dokumentarfilm, Regie: Chad Friedrichs, engl. OF (Düsseldorfer Erstaufführung)

Mit seinem Housing Act von 1949 legte Präsident Harry S. Truman das Fundament für den geförderten sozialen Wohnungsbau. Mit der Pruitt-Igoe-Siedlung in St. Louis, 1956 von Minoru Yamasaki geplant, 1972 bereits wieder abgerissen, scheiterte ein Leuchtturmprojekt. Der Architekturhistoriker Charles Jencks zum Abriss: „Dies war der Tag, an dem die moderne Architektur starb“. Die Dokumentation beschreibt spannend alle Phasen der Siedlung.

Vorfilm: Concrete Stories (F/CS 2015, 52‘, Regie: Lorenz Findeisen): Standardisierte Wohngebäude aus Beton gibt es in Ost und West. Der Film beleuchtet anhand von Siedlungen in Paris, Prag und Berlin die Entwicklung der Plattenbauten und stellt zeitgenössische Aussagen der damals beteiligten PlanerInnen aktuelle, vor Ort geführte Interviews gegenüber. Rasant, witzig und informativ.

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Junges Licht

Dienstag, 8. November 19h

D 2016, 122‘, Spielfilm, Regie: Adolf Winkelmann

Mit Charly Hübner, Oskar Brose, Lina Beckmann, Peter Lohmeyer, Nina Petri

1961. Das Ruhrgebiet sorgt mit Kohle und Stahl für das Wirtschaftswunder und den Fortschritt der ganzen Republik. Julian ist fast 13 Jahre alt und lebt in einer Ruhrgebietssiedlung, die geprägt ist vom Bergbau und gekennzeichnet durch Enge, es gibt kaum Rückzugsorte. Dennoch erlebt er einen Sommer, der alles verändert… Wehmütige, intensive Hommage an das Ruhrgebiet.

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Liga Terezin

Fanprojekt Bielefeld und Bielefelder Jugendring zeigen am Dienstag, 8. November um 19.30h: LIGA TEREZIN

Theresienstadt diente den Nazis als „Vorzeigeghetto“. Es war das einzige Lager mit einer Fußballliga, in der Gefangene gegeneinander spielten; die Nazis nutzten Filmaufnahmen davon für ihre Propaganda. In der - offiziell so bezeichneten - „Theresienstädter Fußball-Liga“ gab es von 1942 bis 1944 Schiedsrichter, Tabellen und handgeschriebene Sportzeitungen. Der Computerspezialist Oded Breda hat in einem Propaganda-Film der Nazis seinen Onkel Pavel (der später in Auschwitz ermordet wurde) als Fußballspieler entdeckt und wollte mehr erfahren: Er sammelte Informationen, kam in Kontakt mit der Gedenk- und Forschungsstätte „Beit Theresienstadt“ (nördlich von Tel Aviv) und wurde von 2009 bis 2015 ihr Leiter. 2013 produzierte Oded Breda mit zwei Filmemachern „Liga Terezin“ (tschechischer Name für Theresienstadt). In der Jugendarbeit von Beit Theresienstadt spielt die „Liga Terezin“ inzwischen eine wichtige Rolle, es gibt u. a. ein Fußballturnier mit jüdischen und muslimischen Jugendlichen, die unter den Mannschaftsnamen der Theresienstädter Fußball-Liga spielen. Ebenso haben hochrangige Delegationen des DFB mehrfach Beit Theresienstadt besucht.

Filmlänge: 53 Minuten. Der Film ist mit deutschen Untertiteln.

Vor dem Film steht ein kurzer Vortrag von Martin Decker, der bei den Recherchen für das Mahnmal vor dem Bielefelder Hauptbahnhof mehrere Theresienstadt-Überlebende persönlich kennengelernt hat. Thema des Vortrags ist ein Widerspruch: Im Film sind kräftige Gefangene als Fußballspieler zu sehen, auf der anderen Seite gibt es sehr viele Dokumente und Berichte über Hunger und Mangelernährung in Theresienstadt. Nach dem Film besteht die Möglichkeit für eine Diskussion.

DER EINTRITT IST FREI! RESERVIERUNGEN SIND NICHT MÖGLICH!

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Frühstück bei Monsieur Henri 13:15 Uhr
El Olivo - der Olivenbaum 14:00 Uhr
Pippi im Taka-Tuka-Land 14:00 Uhr
Molly Monster - Der Kinofilm 15:30 Uhr
Tschick 16:00 Uhr
Auf Augenhöhe 16:20 Uhr
24 Wochen 17:00 Uhr
Tschick 18:00 Uhr
Captain Fantastic - Einmal Wildnis und zurück 18:20 Uhr
24 Wochen 19:05 Uhr
Tschick 20:00 Uhr
Der Landarzt von Chaussy (OmU) 20:40 Uhr
Captain Fantastic (OmU) 21:15 Uhr
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Kamera Filmkunsttheater

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