Lichtwerk-Newsletter 27.11.2008

Lichtwerk-Programm vom 27.11. bis 3.12.2008
Lichtwerk im Ravensberger Park
Ravensberger Park 7
Kartenreservierung: www.lichtwerkkino.de od. 5576777

www.lichtwerkkino.de


Liebes Lichtwerk-Publikum!


Den Sozialismus haben viele, die sich nicht mit Blümchenkaffee und Platenkuchen auf der Schattenseite des Lebens durchschlagen müssen, schon längst abgehakt. Für junge Wohlstandskinder mag sich hinter dieser schwierigen Vokabel womöglich etwas verbergen, was man früher in der DDR nur auf Bezugsschein bekam. Besserwessies waren froh, dass mit den Päckchen nach „drüben“ endlich Schluss war und stellten sich unter Solidarbeitrag eine Art einmaliges Taschengeld im unteren zweistelligen Bereich vor. In den Zeiten aber, in denen Spareinlagen schmelzen, Jobs wackeln und selbst Manager wegen ausbleibender Bonuszahlungen in der Schuldenfalle zappeln, hat das Nachdenken über Alternativen Konjunktur. Einer, der in seinen Filmen die Unterschiedlichkeit der Interessen von Kapitalisten (Unternehmer, Shareholder, Heuschrecken etc.) und Arbeitern illustriert und diskutiert, ist der britische Regisseur Ken Loach. Engagierte Künstler wie Ken Loach werden von manchen deutschen Feuilletonisten als Fossile belächelt. Dabei ist die Misere mit Arbeitslosigkeit, Schuldenfalle, Rentenarmut und Sozialhilfe schon längst auch bei uns angelangt. Ken Loach zeigt desillusionierte Menschen, Entsolidarisierung von Arbeitern und Arbeitslosen und stellt Fragen nach dem Ausweg aus der Krise. Seine Figuren basteln sich ihren eigenen Sozialplan zusammen und prüfen die Tragfähigkeit von Freundschaft in der Not. Ken Loach stellt im Kleinen Fragen, die auch im Großen überlebenswichtig sind. Wie soll umverteilt werden – und zwar auch global? Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus? IT’S A FREE WORLD von Ken Loach handelt von Teilzeit, Kündigung und Leiharbeitern. Sein Film spielt hier und jetzt und er sagt auf seine sarkastische Weise, dass sich eine Menge ändern muss! Die fetten Jahre sind nun wirklich vorbei.


Mit veränderten Grüßen
verbleiben die Filmarbeiter aus dem Lichtwerk


P.S.: Lust auf Kurzfilme? Der Film- und Videowettbewerb zum Thema „Scham“ hat am 5.12.2008 seine Aufführung im Theaterlabor Bielefeld!
www.filmhaus-bielefeld.de


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Unsere Filme im LICHTWERK:

DER BAADER-MEINHOF KOMPLEX So 12.00 Uhr

IT’S A FREE WORLD tgl. 18.00 Uhr, Fr bis Mi auch 20.00 Uhr

LA BOHÈME Do & Fr, Mo bis Mi 15.30 Uhr, So 13.30 Uhr

KIRSCHBLÜTEN – HANAMI So 14.00 Uhr

DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS Fr bis Mi 22.00 Uhr

PALERMO SHOOTING Fr bis Mi 21.30 Uhr, Mo bis Mi auch 16.30 Uhr

PARIS, PARIS tgl. 15.00 und 17.30 Uhr, Fr bis Mi auch 20.30 uhr

WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS Fr bis Mi 19.00 Uhr, Do bis So auch 16.30 Uhr


Kinderkino:

PAULAS GEHEIMNIS Sa & SO 16.00 Uhr


Geplant im LICHTWERK:

VICKY CHRISTINA BARCELONA (Woody Allen) 4.12.2008

EIN GEHEIMNIS ab 18.12.2008

BUDDENBROOKS ab 25.12.2008

DIE REISE DES CHINESISCHEN TROMMLERS ab 01.01.2009


Unsere Filme in der KAMERA:

DER FLIEGENDE HÄNDLER (OmU) Mo 19 Uhr

IM WINTER EIN JAHR tgl. 18.15 und 21.30 Uhr

NOVEMBERKIND tgl. 16.15 und 20.45 Uhr

SO VIELE JAHRE LIEBE ICH DICH tgl. 16.45 und 19.00 Uhr (außer Mo)

WIEDERSEHEN IN BRIDESHEAD tgl. 18.00 und 20.30 Uhr

YOUNG@HEART tgl. 15.45 Uhr


Geplant in der KAMERA:

GELIEBTE CLARA ab 4.12.2008

O’HORTON ab 18.12.2008

BONJOUR SAGAN ab 1.1.2009

WARTEN AUF ANGELINA ab 8.1.2009


Neu im Lichtwerk:

IT’S A FREE WORLD

Angie ist eine Individualistin und steht mitten im Leben. Taff, schlagfertig und selbstbewusst lebt in ihr der Unternehmergeist einer liberalen Wirtschaftswelt. Als sie ihren Job in einer Personalvermittlung verliert, lässt sie sich nicht beirren und beschließt, ihre eigene Agentur auf die Beine zu stellen. Sie steigt ein ins Geschäft mit Gastarbeitern aus Osteuropa. Doch hier ist das Geschäftsklima rauh, sind Gesetze nur zum Übertreten da. Als sie sich in Karol aus Polen verliebt, muss sie sich für eine Seite entscheiden und hat doch eigentlich keine Wahl. Zwischen den eigenen moralischen Ansprüchen und dem persönlichen Erfolg hat sich ein unüberwindlicher Graben aufgetan. In der freien Welt gibt es keine Schuldigen mehr, sondern nur noch den Zwang der Umstände. Mit emotionaler Wucht erzählt Ken Loachs neuester Film IT'S A FREE WORLD eine berührende Geschichte von Soll und Haben, die so hochaktuell wie zeitlos ist. Kaum einem Regisseur der Gegenwart gelingt es derzeit so eindringlich, Furcht und Schrecken über das zu erzeugen, was unsere Welt im Innersten zusammenhält. "Der 27. Kinofilm von Ken Loach (zuletzt THE WIND THAT SHAKES THE BARLEY) ist einer seiner besten. Meisterlich verknüpft der 72-Jährige ein messerscharfes Lehrstück über die Funktionsweise des Kapitalismus mit einer in jeder Faser glaubwürdigen und mit prallem Leben gefüllten Geschichte" (tagblatt). R: Ken Loach. D: Kierston Wareing, Juliet Ellis, Leslaw Zurek u.a. GB/I/BRD/E/P 2007, 92 Min., ab 12.


PARIS, PARIS - MONSIEUR PIGOIL AUF DEM WEG ZUM GLÜCK

Mitte der 30er Jahre in Paris. Die Belegschaft des Musiktheaters "Chansonia" kämpft darum, das geschlossene Haus mit einer eigenen Show wieder zu eröffnen - allen voran die drei Freunde Pigoil, Milou und Jacky. Als Pigoil das Sorgerecht für seinen Sohn Jojo entzogen wird, bricht für den arbeitslosen Bühnenarbeiter eine Welt zusammen. Die Show muss zum Erfolg werden, denn nur so hat er eine Chance, seinen Sohn zurückzubekommen. Mit der jungen Sängerin Douce finden sie einen echten Star - doch auf Douce hat nicht nur Milou, sondern auch Galapiat, der Obergangster des Viertels, ein Auge geworfen. Nach einem anfänglichen Reinfall holen sich Douce und die Männer des "Chansonia" Hilfe vom legendären Monsieur Radio, einem ehemaligen Starkomponisten. Mit seiner Hilfe stellen sie eine Show auf die Beine, wie sie Paris noch nie gesehen hat...! Nach dem überwältigenden Erfolg von DIE KINDER DES MONSIEUR MATHIEU, der in Deutschland die Herzen von über einer Million Kinobesucher eroberte, präsentiert Regisseur Christophe Barratier mit PARIS, PARIS - MONSIEUR PIGOIL AUF DEM WEG ZUM GLÜCK ein Fest für Auge und Ohr, das nicht nur die vielen Liebhaber der französischen Hauptstadt begeistern wird! Wieder mit von der Partie sind "Monsieur Mathieu" Gérard Jugnot und sein "Lieblingsschüler Pépinot" Maxence Perrin. Clint Eastwoods Lieblings-Kameramann Tom Stern (MYSTIC RIVER, MILLION DOLLAR BABY u.a.) hat für die umwerfende Ausstattung des Films unvergessliche Bilder von einem Paris gefunden, die es so nur im Kino geben kann. FAUBOURG 36 R: Christophe Barratier. D: Gérard Jugnot, Clovis Cornillac, Kad Merad, Maxenc: 120 Min. ab 6J.