
Lichtwerk-Newsletter 19.05.2011
Unser Programm vom 19.5. bis 25.5.2011
Liebes Lichtwerk- und Kamera-Publikum!
Politiker dürfen sich viel erlauben, bis ihnen das Volk oder ein Richter oder das Internet die Hammelbeine lang zieht. Man kann einen Meineid schwören, abtreten und, schwupps, wie Kai aus der Kiste als Finanzminister zurückrollen. Oder mit einer eingekauften Doktorarbeit Minister und Schwiegermuttis Liebling werden.
Man kann auch den Bundestagspräsidenten „mit Verlaub ein Arschloch“ nennen und in Turnschuhen zur ministeriellen Vereidigung erscheinen. Man kann als Bundeskanzler den Außenminister als Kellner titulieren. Und man kann auch vom politischen Kellner umsatteln auf Koch und dem Kanzler eine lange Nase drehen. Joschka Fischer erlebte nicht nur die Verwandlung vom Turnschuh zum Lackschuh, vom Sponti zum Staatsträger, sondern darf nun auch vom gemütlichen Sessel mit ansehen, wie die Grünen die SPD in der Wählergunst abhängen. Anlass genug für Regisseur Pepe Dankwart (HÖLLENTOUR, AM LIMIT), den Gesinnungsgenossen Joschka im Film zu portraitieren. Zum Filmstart von JOSCHKA UND HERR FISCHER gibt es in der KAMERA eine Sonderveranstaltung am Mittwoch, 25.5. um 19.00, mit den Grünen. Alte Weggefährten Joschkas und junge Grüne sprechen nach dem Film bei Biowein und Grünsnacks über die Bedeutung Fischers für die Entwicklung der Grünen und über Personalisierung in der Politik. Wenn über grüne KanzlerInnen diskutiert wird, brauchen wir dann neue grüne Stars?
Mit grüngekochten Grüßen
verbleiben die Filmkellner von Lichtwerk & Kamera
P.S.: CINEFÊTE 2011 französische Filme mit deutschen Untertiteln vom 26.5. bis 1.6. in der Kamera. Schulen können ab sofort buchen: www.kamera-filmkunst.de/schulkino/schulkino/
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Unsere Filme im LICHTWERK:
BIUTIFUL Mi 21.00 Uhr
FOUR LIONS Fr bis Mi 19.10 und 21.30 Uhr
THE KING’S SPEECH So 13.50 Uhr
LIVING IN EMERGENCY Do 20.30 Uhr
DER NAME DER LEUTE tgl. 16.30 und außer Mi auch tgl. 21.00 Uhr
METROPOLIS tgl. außer Mi 20.30 Uhr
MITTEN IM STURM tgl. 18.40 Uhr
PINA So 14.20 Uhr
DAS SCHMUCKSTÜCK tgl. 16.10 und 18.20 Uhr
TRUE GRIT Mi 20.30 Uhr
WILLKOMMEN IM SÜDEN tgl. außer Sa 16.50 Uhr
Kinderkino:
VORSTADTKROKODILE 1 Sa 16.00 & So 14.50 Uhr
Unsere Filme in der KAMERA:
ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN Mi 21.20 Uhr
ALMANYA - WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND tgl. 17.00 und außer Mi auch tgl.19.10 Uhr
BARFUSS AUF NACKTSCHNECKEN tgl. 18.50 und außer Mi auch tgl. 21.00 Uhr
BENDA BILILI! tgl. außer Mi 21.10 Uhr
IN EINER BESSEREN WELT Mi 19.10 Uhr
JOSCHKA UND HERR FISCHER tgl. außer Mi 17.45 und 20.30 Uhr. Mi nur 19.00 Uhr (mit Gästen)
WINTER’S BONE Mi 21.00 Uhr
Neu im Lichtwerk:
DER NAME DER LEUTE
Ein stiller Ornithologe mit jüdischen Wurzeln und eine fröhlich-unbekümmerte junge Frau algerischer Abstammung verlieben sich trotz großer charakterlicher Unterschiede ineinander.
FOUR LIONS
Eine Gruppe islamistischer Terroristen will einen Terroranschlag verüben. Dabei geht alles schief, denn den "Four Lions" fehlt es komplett an Talent zum Terror. Der britische TV-Komiker Chris Morris präsentiert eine köstliche Satire über Terrorismus, die auch ernste Töne anschlägt. (BR)
METROPOLIS
Das Lichtwerk präsentiert mit Fritz Langs METROPOLIS eines der meist beachtetsten Werke der Filmgeschichte. Dabei wird erstmals die 145-minütige restaurierte Fassung in einer neuen Dolby-Digital Mischung gezeigt.
Neu in der Kamera:
BARFUSS AUF NACKTSCHNECKEN
Nach dem Tod ihrer Mutter kümmert sich eine arrivierte Pariserin um ihre auf dem Land lebende jüngere Schwester, die sich in einer Fantasiewelt bewegt. In der spannungsgeladenen Annäherung wird sich die Ältere ihrer Lebenslügen bewusst, trennt sich von Mann und Beruf und entwirft mit der Schwester eine gemeinsame Zukunft. Getragen von zwei herausragenden Schauspielerinnen und einem die surreale Fantasiewelt kongenial umsetzenden Szenenbild wirft der Film auf verspielte Art Fragen nach dem schmalen Grat zwischen "normal" und "verrückt" auf und stellt die Zwänge der bürgerlichen Gesellschaft in Frage. (Filmdienst)
JOSCHKA UND HERR FISCHER
Weit mehr als eine simple Biographie: Kurzweilig und aufschlussreich mit teils noch nie gezeigten, beeindruckenden Dokumentarbildern liefert Regisseur Pepe Danquart einen Querschnitt durch 60 Jahre deutsche Geschichte. Er schildert die Entwicklung eines Landes, das viele Jahre brauchte, um Demokratie zu lernen und sich von den Schatten der Vergangenheit zu lösen.
