Lichtwerk-Newsletter 11.02.2010
Unser Programm vom 11.2. bis 17.2.2010
Liebes Lichtwerk- und Kamera-Publikum!
Über das angebliche Tagebuch-Zitat „Eva sagt, ich habe Mundgeruch“ haben wir uns in SCHTONK schon schlappgelacht. Jetzt behauptet eine wissenschaftliche Forschung, Hitler habe tatsächlich Mundgeruch gehabt. Gut, dass sich John Waters „Odorama“-Verfahren nicht durchgesetzt hat, sonst könnten wir uns schon auf einen Bernd Eichinger Film gefasst machen: „Adolfs Parfum“. Spaß beiseite, denn jetzt geht es um den Karneval, die närrische Saison, in der angeblich alles durch den Kakao gezogen wird und kein Tabu ungebrochen bleibt. Jetzt erfahren wir, dass die Jecken keineswegs über Hitler und seine Handlanger Witze gemacht haben. Denn eine andere wissenschaftliche Arbeit setzt sich mit der deutschen Leistungsbereitschaft im Humor auseinander und zeigt auf, dass die treudeutsche Volksseele sich lieber über jüdische Mitbürger auf übelste Weise lustig gemacht hat. "Hurra, mer wäde die Jüdde los, die janze koschere Band trick nohm jelobte Land, mir laachen uns for Freud kapott, der Itzig und die Sara trecken Fott!" dichteten die rheinischen Frohnaturen euphemistisch 1936 in Köln. „Alaaf und Heil Hitler“ zeigt die braune Seite des Karnevals, bei deren Aufdeckung moderne Jecken ganz und gar keinen Spaß verstehen. www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/schunkeln-fuer-den-fuehrer/ . Widerstand gegen den Faschismus sieht anders aus. Nach THE BLACK BOOK und TAGE DES ZORNS, die sich mit dem bewaffneten Widerstand gegen die Nazis in den Niederlanden bzw. in Dänemark beschäftigten, kommt nun mit MAX MANUS ein Film über den in Norwegen auch heute noch sehr populären Kämpfer ins Kino. In Norwegen hat jeder vierte Bürger den Film im Kino gesehen. Bei uns läuft er in der KAMERA.
Mit norwegischen Grüßen
verbleiben die Filmfunkenmariechen aus Lichtwerk & Kamera
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Unsere Filme im LICHTWERK:
NOKAN So 13.00 Uhr
EIN RUSSISCHER SOMMER tgl. 18.30 Uhr
DIE SCHACHSPIELERIN So 12.00h, Mo bis Mi 14.30 Uhr A SERIOUS MAN tgl. 21.30 Uhr und Do, Fr, Mo bis Mi 16.00 Uhr EIN SOMMER IN NEW YORK tgl. 18.00 Uhr SOUL KITCHEN tgl. 20.30 Uhr UP IN THE AIR tgl. 16.45 und 19.15 Uhr VERDAMMNIS tgl. 15.30 und 21.00 Uhr DAS WEISSE BAND Fr bis So 14.00 Uhr WILLKOMMEN BEI DEN SCH'TIS So 13.30 Uhr
Kinderkino:
JASPER UND DER LIMONADENKOMPLOTT Sa und So 16.00 Uhr
Unsere Filme in der KAMERA:
DIE AFFÄRE tgl. 16.00 Uhr
AUF DER ANDEREN SEITE DES BETTES tgl. 16.30 Uhr GIULIAS VERSCHWINDEN tgl. 17.30 und 19.30 Uhr MAX MANUS tgl. 18.00 und 20.30 Uhr NEW YORK I LOVE YOU tgl. 21.00 Uhr DIE PÄPSTIN Sa und So 14.30 Uhr SAME SAME BUT DIFFERENT tgl. 21.30 Uhr WELCOME 16.30 und 18.45 Uhr
Geplant in LICHTWERK und KAMERA:
INVICTUS
DIE FRISEUSE
DER GHOSTWRITER
MÄNNER DIE AUF ZIEGEN STARREN
AN EDUCATION
BAD LIEUTENANT
Neu im Lichtwerk:
UP IN THE AIR
Ein Geschäftsmann, der permanent durch die USA jettet und keinerlei Bindungen an Orte oder Menschen unterhält, macht einen allmählichen Entwicklungs- und Selbsterkenntnisprozess durch, als ihm eine jüngere Kollegin zur Seite gestellt wird und er sich obendrein in eine andere Vielfliegerin verliebt. Perfekt zwischen amüsantem Wortwitz und stiller Tragödie austariertes Porträt eines Anti-Helden, dessen oberflächlichen Lebensstil der Film inszenatorisch kongenial umspielt, ohne selbst der Oberfläche zu erliegen. – Sehenswert (Filmdienst)
VERDAMMNIS
Zweiter Teil der "Millennium"-Trilogie von Stieg Larsson. Es geht um Recherchen zu einem Mädchenhändlerring, in den höchste gesellschaftliche Kreise verstrickt sind. Auch die Hackerin Lisbeth Salander stellt darüber Nachforschungen an, die sie mit Traumata ihrer Kindheit konfrontieren. Als mehrere Morde passieren, gerät die junge Frau ins Visier der Polizei. (Filmdienst)
Neu in der Kamera:
GIULIAS VERSCHWINDEN
Eine Frau lädt aus Anlass ihres 50. Geburtstags ihre Freunde zu einer Feier in ein Zürcher Restaurant ein. Auf dem Weg dorthin verliebt sie sich in einen fremden Mann und verbringt mit ihm den Abend, während ihre Freunde vergeblich auf sie warten. Dialogstarker Ensemblefilm, der mehrere zeitgleiche Erzählstränge zur Reflexion über das Altern und den Umgang damit verwebt, wobei als Kontrastfolie die Schwierigkeiten eines jungen Paars dienen, mit den Anforderungen der Jugend klar zu kommen. (Filmdienst)
MAX MANUS
Auf einer Autobiografie basierendes Porträt von Max Manus, dem berühmtesten Widerstandskämpfer Norwegens, das einen Bogen schlägt vom finnisch-sowjetischen Winterkrieg bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach der Besetzung Norwegens schließt sich Manus einer Widerstandsgruppe an und soll deutsche Versorgungsschiffe zerstören. Packende, aufwändig produzierte Mischung aus Bio Pic, Geschichtsdrama und Actionthriller, die Themen wie Patriotismus, Freundschaft, Schuld und Gewissen berührt und als sorgfältig choreographiertes Spannungskino gut unterhält. (Filmdienst)

