Lichtwerk-Newsletter 04.03.2010
Unser Programm vom 4.3. bis 10.3.2010
Liebes Lichtwerk- und Kamera-Publikum!
Manchmal speichern wir einen Schauspieler mit einer seiner Rollen ab und damit hat sich der Fall. Der Dude ist so einer, der von dem Schauspieler Jeff Bridges Besitz ergriffen hat, wie der Teufel die arme Seele. Dass Jeff Bridges vielleicht gar nicht auf White Russian steht und den Supermarkt stets korrekt bekleidet betritt? Auch wenn das Gegenteil laut gut unterrichteten Quellen wahrscheinlicher ist – was soll’s? Er ist und bleibt der kiffende Hänger, der sich mit Bauernschläue aus dem Schlamassel windet, der einzig wahre Big Lebowski. Wenn jetzt also CRAZY HEART mit Jeff Bridges in der Hauptrolle anläuft, sollte die Figur des abgerockten Countrystars Bad Blake schon etwas vom Format des Dude besitzen. Oder Bad Blake läuft Big Lebowski sogar den Rang ab: “I believed that Bridge's portrayal of "The Dude" in "The Big Lebowski" was the essential role of his career, but after seeing this performance, I've changed my tune. It's true that we will not be witnessing cinematic history with the incredible plot or awe-inspiring film-making. However, if you are a fan of acting and want to see one of those performances that comes along every once in a rare while, please check out this film.” (Astonfilms/imdb.com)
Immerhin wurde Bridges für diese Rolle bereits mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Und das Rennen um den Oscar ist noch nicht gelaufen. Bridges könnte den Oscar dann Mickey „The Wrestler“ Rourke widmen. Aber das ist eine andere Geschichte…
Mit kongenialen Grüßen
verbleiben die Filmvergleicher aus Lichtwerk & Kamera
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Unsere Filme im LICHTWERK:
AN EDUCATION Fr bis So 14.30 Uhr
CRAZY HEART tgl. 17.00 und 19.30 Uhr
DER GHOSTWRITER tgl. 19.00 Uhr
MÄNNER DIE AUF ZIEGEN STARREN tgl. 20.30 Uhr, Do, Fr, Mo bis Mi auch 16.00 Uhr
NOKAN So 12.00 Uhr
EIN RUSSISCHER SOMMER tgl. 16.30 Uhr
DIE SCHACHSPIELERIN So 13.00h
SOUL KITCHEN Fr und Sa 22.00 Uhr
UP IN THE AIR tgl. 18.00 Uhr
VERDAMMNIS tgl. 21.30 Uhr
DAS WEISSE BAND Sa & So 13.30 Uhr
WILLKOMMEN BEI DEN SCH'TIS So 13.30 Uhr
Kinderkino:
WILLI UND DIE WUNDER DIESER WELT Sa und So 16.00 Uhr
Unsere Filme in der KAMERA:
BAD LIEUTENANT So bis Mi 21.30 Uhr
BOXHAGENER PLATZ tgl. 16.45 und 19.00 Uhr, Sa & So 14.30 Uhr
DIE FRISEUSE tgl. 19.15 Uhr, Sa & So 15.00 Uhr
GIULIAS VERSCHWINDEN tgl. 19.45 Uhr, Sa & So 15.30 Uhr
INVICTUS tgl. 21.15 Uhr
DER RÄUBER tgl. 17.15 und 21.30 Uhr
SAME SAME BUT DIFFERENT Do bis Sa 21.45 Uhr
PLASTIC PLANET tgl. 17.45 Uhr
Geplant in LICHTWERK und KAMERA:
AJAMI
DIE FREMDE
TROUBLED WATER
Neu im Lichtwerk:
CRAZY HEART
Ein alkoholsüchtiger Country-Sänger schlägt sich mit Auftritten in schäbigen Etablissements durchs Leben und reist dabei quer durch die USA. Als er sich in eine wesentlich jüngere alleinerziehende Mutter verliebt, dämmert ihm allmählich, dass er seinem Leben eine neue Richtung geben muss. Die Geschichte von der Läuterung eines abgehalfterten Losers gleitet dank eines wunderbar lakonischen Humors und herausragender Darsteller nicht ins plakativ Moralische ab, sondern rundet sich zur gelungenen Tragikomödie und zur von mitreißenden Songs getragenen Hommage auf die Country-Musik. (Filmdienst)
MÄNNER DIE AUF ZIEGEN STARREN
Ein Journalist möchte als Kriegsberichterstatter ins vom Irak-Krieg gezeichnete Kuwait und bricht mit einem Veteranen einer geheimen, mit paranormalen Kräften arbeitenden US-Army-Einheit zu einer dubiosen Odyssee durch die Wüste auf. Antikriegsfarce im Geist von Robert Altmans "M.A.S.H.", die den anti-imperialistischen und pazifistischen Geist der Hippie-Bewegung ebenso nostalgisch wie aberwitzig heraufbeschwört. Die präzise Inszenierung und die glänzenden Darsteller sorgen dafür, dass bei allen Absurditäten der humanistische Impetus sichtbar wird, der die wahren Narren in einem skrupellosen Machtapparat verortet. – Sehenswert: (Filmdienst)
Neu in der Kamera:
BOXHAGENER PLATZ
Rund um den Boxhagener Platz in Ostberlin entfaltet sich ein Panorama kleinbürgerlicher Existenzen im Jahr 1968: Während im Westen die Jugendrevolte tobt, arrangieren sich hier Altnazis wie linke Idealisten, Kritiker wie Mitläufer mit dem DDR-Regime. Im Mittelpunkt stehen eine resolute Großmutter, Familienverstrickungen und ein rätselhafter Mord. Der vorzüglich gespielte "Heimatfilm" lässt das damalige Lebensgefühl lebendig werden, wobei das Politische weitgehend im Privaten aufgelöst und ein pointiert unterhaltender Ton angeschlagen wird. (Filmdienst)
DER RÄUBER
Kaum aus dem Gefängnis entlassen, macht ein ehemaliger Bankräuber mit dem weiter, was seine Existenz bestimmt: Marathonlaufen und Rauben. Daran kann auch die Begegnung mit einer Jugendfreundin nichts ändern. Aus der Verbindung von Bankräuberfilm und kühler Beobachtung entsteht das mit perfekt choreografierten Bewegungssequenzen glänzende, spannungsvolle Porträt einer extremen Persönlichkeit, die bis auf ihre zwei an Besessenheit grenzenden Leidenschaften dem Leben gegenüber eher gleichgültig erscheint. In der Getriebenheit des Protagonisten spiegeln sich die Probleme einer neoliberalen Leistungsgesellschaft. - Sehenswert. (Filmdienst)

