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Newsletter zum Filmkunst-Programm vom 25.1. bis 31.1.2018

 

Liebes Lichtwerk- und Kamera-Publikum!

 

Der Film "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" war einer der Favoriten bei den Golden Globes. Er handelt von Gewalt, Rassismus und einer kompromisslosen Kämpferin. In der Hauptrolle spielt Frances McDormand wie ein weiblicher John Wayne. Liegt es an diesem Vorbild, dass sie nun für den Oscar nominiert ist? Wohl kaum, denn der Duke war wahrlich nicht das wandlungsfähigste Schauspielgesicht Hollywoods. McDormand hingegen hat sich für die „Three Billboards“ von Wayne lediglich den „Dicke-Eier-Gang“ und die „Komm-mir-nicht-so-Ausstrahlung“ geliehen. Was sie sonst noch auf der Palette hat, kann ab Donnerstag im Lichtwerk bewundert werden. Den Rassismus à la Wayne hat sie sich dabei sicherlich nicht zu Eigen gemacht. Denn ihre Figur Mildred bemerkt zu diesem Thema: “My daughter Angela was murdered 7 months ago, it seems to me the police department is too busy torturing black folk to solve actual crimes.”

Übrigens hat Regisseur und Autor Martin McDonagh auch das Buch zu „7 Psychos“ geschrieben. Wir freuen uns auf einen tollen Film!

 

Mit werbegetäfelten Grüßen
verbleiben die Filmfreuer aus Filmhaus, Lichtwerk und Kamera

 

Alle Filme und Termine im Lichtwerk www.lichtwerkkino.de

Alle Filme und Termine in der Kamera www.kamera-filmkunst.de

Lichtwerk-Geburtstag am 20.1.2018 ab 14 Uhr

 

Unsere neuen Filme in KAMERA und LICHTWERK

 

DER ANDERE LIEBHABER / Lichtwerk

Ein ehemaliges Fotomodell landet wegen psychosomatischer Beschwerden beim Psychiater und verliebt sich in den attraktiven Arzt. Ihre Beziehung entfaltet sich stürmisch, bis eine zufällige Begegnung den herrischen Zwillingsbruder offenbart, der ebenfalls als Therapeut arbeitet und mit der jungen Frau eine Affäre beginnt. Der mit überdeutlichen Symbolbildern nicht geizende Psychothriller entfaltet sich in einer kühlen Optik mit vielen Anleihen bei Roman Polanski. Irritierende Körperbilder verschmelzen dabei unmerklich mit den Fantasmen der Hauptfigur. Der doppelbödige Film besticht weniger durch Subtilität als durch den geschickt forcierten Strudel eines mentalen Abstiegs, der auch historische Zusammenhänge zwischen Hysterie und Geschlecht in Erinnerung ruft. (Filmdienst)

 

ANNE CLARK: I’LL WALK OUT INTO TOMORROW / Kamera

Dokumentation über die britische Musikerin und Poetin Anne Clark, die mit avantgardistisch-elektronischer Musik und einem unverwechselbaren Sprechgesang zu einer Art „Prophetin“ des New Wave wurde. Der Dokumentarfilm zeichnet ein fundiertes Porträt der „Spoken Word“-Künstlerin, in deren stark rhythmisierten Texten sich autobiografische Momente mit kapitalismuskritischen Beobachtungen vereinen. (Filmdienst)

 

AUS DEM NICHTS / Kamera

Eine Frau verliert bei einem Bombenanschlag ihren deutsch-türkischen Mann und ihren Sohn und verfällt in tiefe Depressionen. Die rechtsextremistischen Täter werden vor Gericht gestellt, doch das Verfahren endet mangels Beweisen mit einem Freispruch, was den Glauben der Witwe an den Rechtsstaat zerstört. Der an den NSU-Anschlag 2004 in Köln angelehnte Film wechselt vom Melodram über einen Gerichtsfilm zum Rachethriller, wobei er sich durchgängig auf die Trauernde und ihre Gefühle konzentriert. Zugleich macht er die Wut über die jahrelange Kriminalisierung der Opfer spürbar. Die herausragende Hauptdarstellerin bewahrt den Film jederzeit vor dem Abgleiten in ein plakatives Politdrama. - Ab 14. (Filmdienst)

 

EINE BRETONISCHE LIEBE / Lichtwerk

Ein verwitweter Bretone, der als Mitglied eines Minenräumkommandos die Hinterlassenschaften anderer entschärft, sieht sich mit emotionalen Sprengkörpern in seiner eigenen Familie konfrontiert: Seine Tochter ist schwanger, weigert sich aber, den Vater preiszugeben; er selbst erfährt, dass der Mann, den er als Vater ansieht, gar nicht sein biologischer Vater ist. Zu allen Verunsicherungen kommt noch eine sich anbahnende Liebe, deren familiärer Hintergrund auch nicht einfach ist. (Filmdienst)

 

DOWNSIZING / Kamera

Um den Ressourcenverbrauch der Menschheit einzudämmen, haben Wissenschaftler eine zellulare Miniaturisierung erfunden, bei der Menschen auf 12 Zentimetern verkleinert werden. Diese Methode wird allerdings schon bald vorwiegend zum sozialen Aufstieg genutzt. Als ein Ergotherapeut sich um ein bisschen Luxus wegen schrumpfen lässt, erkennt er im Schicksal einer zwangsgeschrumpften vietnamesischen Dissidentin die Abgründe der Miniaturwelt, und dass es im Leben noch andere Werte als Reichtum und Wohlstand gibt. Satirisches Science-Fiction-Drama, der anfangs auf die im „Schrumpffilm“ gängigen Effekte der Disproportion setzt, dann aber zum Moralstück über die Ökonomisierung der Gesellschaft und den Egoismus des Einzelnen durchstartet. (Filmdienst)

 

DIE DUNKELSTE STUNDE / Kamera

Im Mai 1940 sieht sich die britische Regierung in höchste Not gebracht, eine Invasion durch die deutsche Wehrmacht zu verhindern. In dieser Situation wird der zum Kampf gegen die Nazis entschlossene Winston Churchill neuer Premierminister, doch muss der unbeliebte Politiker zunächst Parlament, König und Volk für seine Linie gewinnen. Aufwändiges Historiendrama, das den nationalen Zusammenhalt der Briten im Zweiten Weltkrieg beschwört und am Mythos eines überlebensgroßen Staatsmannes mitstrickt. Der Mensch Churchill bleibt dabei auf seine berühmten Posen beschränkt, wogegen auch der Hauptdarsteller auf Dauer nichts ausrichten kann. (Filmdienst)

 

GRACE JONES: BLOOLIGHT AND BAMI / Kamera

Dokumentarfilm über die Performerin und Sängerin Grace Jones, die in den frühen 1980er-Jahren als verstörend-kalte, androgyne Stilikone inszenatorische Maßstäbe setze und sich mit rund einem Dutzend streng durchinszenierter Songs als Gesamtkunstwerk zu etablieren wusste. Der kurzweilige Film begleitet die sich selbstbewusst bis launisch gebende, dann aber wieder bodenständige Diva bei Auftritten, Konzerten, in Gesprächen und bei einem Familienbesuch ihrer Heimat Jamaika, wo man auch etwas über ihre biografischen Hintergründe erfährt. Doch selbst in scheinbar privaten Kontexten behält die inzwischen fast 70-Jährige professionell die Kontrolle über ihre Persona in der Hand. (Filmdienst)

 

HANNAH – EIN BUDDHISTISCHER WEG / Kamera

Die außergewöhnliche Geschichte von Hannah Nydahl, die als eine der ersten Anhängerinnen den tibetischen Buddhismus auch in der westlichen Welt bekannt gemacht hat. Sie erzählt davon, wie ihre ungewöhnliche Liebesgeschichte sie dazu inspiriert hat, sich für das Bekanntwerden der fernöstlichen Lehre zu engagieren, welchen Preis sie dafür so manches Mal bezahlen musste - und vor allem, wie sie darin Erfüllung und Glück gefunden hat.

 

DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG / Lichtwerk

Ein altes Ehepaar entflieht der Fürsorge seiner erwachsenen Kinder, die den dementen Vater in einer Pflegeeinrichtung unterbringen wollen, und macht sich mit einem Campingbus auf eine Reise in den Süden der USA. Während die beiden für sie wichtige Orte aufsuchen, genießen sie ihre Zusammengehörigkeit, die durch immer größer werdende Gedächtnislücken des Mannes zu erodieren droht. Road Movie mit brillanten Hauptdarstellern, in dem die melancholische Reflexion übers Altern und Loslassen von humorvollen Momenten aufgelockert wird. Das Ende hinterlässt als dramaturgisch effizienter, romantisierender, aber ethisch fragwürdiger Kommentar zur Sterbehilfe einen bitteren Nachgeschmack. - Ab 16. (Filmdienst)

 

LOVING VINCENT / Lichtwerk

Animationsfilm über den Maler Vincent van Gogh, aufgerollt als „Dorfkrimi“, in dem ein junger Mann Recherchen über van Goghs tragisches Ende anstellt: Er mietet sich im Dorf Auvers-sur-Oise ein, wo der Maler seine letzten Jahre verbrachte, und befragt Menschen, die van Gogh kannten. Daraus ergeben sich Zweifel, ob der Künstler wirklich Selbstmord beging. Während der „Kriminalfall“ nur ein Vorwand ist, den gängigen Van-Gogh-Mythos vom verkannten Genie zu beschwören, begeistert der aus nach van Goghs Originalen gestalteten Ölgemälden animierte Film als visuelle Hommage, die die Schönheit seines Universums eindrucksvoll zum Leben erweckt. - Ab 14. (Filmdienst)

 

SCORE – EINE GESCHICHTE DER FILMMUSIK / Lichtwerk

Dokumentarfilm über die wundersame Kraft der Filmmusik. In einer Mischung aus Interviews mit Filmkomponisten, Regisseuren und Fachleuten sowie Film- und Musikbeispielen entsteht eine spannende Reise durch die Filmmusik, die assoziativ und nachfühlbar die emotionalen Erinnerungen von Stars der Branche an prägende Filmmusik-Momente beschreibt. Dabei belässt der Film der Wechselwirkung von Bild und Musik die Aura des Mysteriösen und Wundersamen. (Filmdienst)

 

THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI / Lichtwerk

Eine über den Mord an ihrer Tochter verbitterte Frau klagt den örtlichen Polizeichef auf drei großen Werbetafeln der Untätigkeit an, was in der Kleinstadt für Aufruhr sorgt und in einen erbitterten Kleinkrieg mündet. Eine meisterliche Mischung aus Rachethriller, Drama und lakonischer Komödie, in der die eskalierenden Konflikte mit schwarzem Humor und einigen Gewaltspitzen entfaltet werden. In dem Maße, wie die Hintergründe der Figuren deutlicher werden, wandelt sich der Film aber zum berührenden Drama, in dem es weniger um Rache als darum geht, untereinander und für sich selbst so etwas wie Gnade walten zu lassen. (Filmdienst)

 

WONDER WHEEL / Lichtwerk

Ein US-Student verdingt sich in den 1950er-Jahren während der Semesterferien am Strand von Coney Island als Rettungsschwimmer. Dort beginnt er eine Affäre mit einer verheirateten Frau und verliebt sich zugleich in die Tochter von deren Ehemann. Die Dreiecksgeschichte lotet im Mikrokosmos des Vergnügungsviertels an der Ostküste höchst eindringlich Leid und Leidenschaft aus. Die schwelgerische Inszenierung ergeht sich in erzählerischen Manierismen, die vor der lebensnahen Figurenzeichnung und dem bewegenden Spiel der Darsteller aber verblassen. Insbesondere durch die anti-realistische Lichtsetzung verwandelt sich der Sehnsuchtsort vieler US-Amerikaner in ein nahezu zeitloses Märchenland. (Filmdienst)

 

WUNDER / Kamera

Ein kleinwüchsiger Junge mit extrem entstellten Gesichtszügen kommt in ein Alter, wo er den Schritt aus der behüteten Isolation des Familienlebens in die oft feindselige Realität der Schule tun muss. Trotz seiner liebenswerten Art bricht die Gehässigkeit der Mitschüler bald über ihn herein. Ein aufrichtiger und wichtiger Appell für mehr Toleranz und Feingefühl im Umgang mit von der Natur Benachteiligten, der geschickt zwischen Ernst und Humor angesiedelt ist und mitunter das Geschehen auch aus den Blickwinkeln der anderen beobachtet. (Filmdienst)

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