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Newsletter zum Filmkunst-Programm vom  22.6. bis 28.6.2017
 

Liebes Lichtwerk- und Kamera-Publikum!
Seit Angela Merkels Warnung wissen wir über das ominöse Internet Bescheid: aufpassen, dieses neumodische Ding könnte einmal die Welt beherrschen. Jetzt können wir Tanztee, Schützenfest und analoge Kontakthöfe vergessen. Liebe und Sex finden nur noch online statt. Gerade für die ältere Generation ein gefährliches Pflaster. Da tut Aufklärung not. Wir zeigen daher die französische Komödie MONSIEUR PIERRE GEHT ONLINE. Dieser Film ist wie ein Blindenhund im Onlinedschungel. Spaß beiseite: der Film ist eine Komödie mit Format…

 

Mit gedateten Grüßen
verbleiben die Filmlover aus Filmhaus, Lichtwerk und Kamera

 

Alle Filme und Termine im Lichtwerk www.lichtwerkkino.de

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Alle Filme im Luna Open Air Kino: www.lunakino.de

 

Unsere neuen Filme in KAMERA und LICHTWERK

 

BEUYS / Kamera

Porträt des Künstlers Joseph Beuys (1921-1986), der mit seinen häufig aus Fett und Filz gestalteten Installationen nicht nur die kulturelle Öffentlichkeit aufwühlte, sondern auch mit seinen politischen Interventionen für Aufsehen sorgte. Beuys’ ikonische Erscheinung und seine Streitbarkeit machten ihn zum begehrten Objekt der Medien, was der materialreiche, in einem langen Konzentrationsprozess entstandene Dokumentarfilm dazu nutzt, den „ganzen“ Beuys vorzustellen. Die collagenartige Gestaltung erzeugt eine große Unmittelbarkeit, die den historischen Abstand aufhebt und Beuys’ Werk ebenso wie seine Botschaft für die Gegenwart erschließt. - Sehenswert ab 16. (Filmdienst)

 

BORN TO BE BLUE / Lichtwerk

In den 1950er-Jahren galt der US-amerikanische Jazz-Trompeter und Sänger Chet Baker (1929-1988) als „James Dean des Jazz“, bis er dieses Image durch seine Heroinsucht ruinierte. Die fiktional unterfütterte Künstlerbiografie zeichnet weniger Bakers Karriere nach, sondern handelt eher davon, welche Entscheidungen ein Künstler zu treffen hat, im Fall Baker entweder für Drogen oder für Musik. Aufbauend auf Bakers biografischen Tiefpunkt, als er 1966 in Italien ins Gefängnis musste, entwickelt das in der Hauptrolle hingebungsvoll gespielte Drama eine Comeback-Geschichte, in der freilich nur wenig von der existenziellen Verlorenheit des Musikers spürbar wird. - Ab 14. (Filmdienst)

 

HAPPY BURNOUT / Kamera

Ein sorg- und gedankenlos in den Tag lebender Langzeitarbeitsloser mit Punk-Attitüde kann sich nicht länger dem „System“ verweigern, als ihn seine Sachbearbeiterin mit der Diagnose „Burnout“ zur Therapie verdonnert. In einer Klinik begegnet er einigen wirklich psychisch Kranken, die dringend der Heilung, aber auch seiner Zuneigung und Freundschaft bedürfen. Sanft-dramatische Komödie, die mit guten Darstellern und inszenatorisch leichter Hand um Themen wie Lebensangst und Daseinsflucht kreist, wobei sie, ohne allzu tief zu loten, aber sympathisch-skurril an mehr Verständnis sowie an Mit- und Selbstwertgefühl appelliert. (Filmdienst)

 

INNEN LEBEN / Kamera

Während in Damaskus der Bürgerkrieg tobt, haben sich eine Großfamilie und zwei ausgebombte Nachbarn in einer Wohnung verschanzt, in der die Hausfrau ihnen trotz Gas- und Wassermangel eine Art Alltagsleben ermöglicht. Dann aber wird ein Nachbar von Heckenschützen erschossen, und Plünderer, die in zerstörten Gebäuden nach Wertgegenständen suchen, trommeln an die Tür. Das beklemmende klaustrophobische Kammerspiel macht den Terror spürbar, dem die Bevölkerung in Syrien ausgesetzt ist. Dabei geht es vor allem um die seelische Gewalt, die durch die moralischen Dilemmata der Handlung verdeutlicht wird. - Ab 14. (Filmdienst)

 

IN ZEITEN DES ABNEHMENDEN LICHTS / Lichtwerk

Im Herbst 1989 richtet die Ehefrau eines verdienten SED-Parteigenossen eine Geburtstagfeier für den 90-jährigen Jubilar aus. Während des Festtags, der nach den immer gleichen Ritualen einer versteinerten Gesellschaft abläuft, soll tunlichst nicht über Perestroika oder die Massenflucht aus der DDR gesprochen werden, gleichwohl drängen konfliktreiche (Familien-)Geheimnisse ans Tageslicht. Die Verfilmung des Romans von Eugen Ruge kreist um die glänzend gespielte Figur des sozialistischen Granden und taucht das Geschehen inszenatorisch in ein betont altmodisch-vergilbtes Licht. Der Reichtum der literarischen Vorlage, insbesondere ihre kritische Analyse der DDR-Gesellschaft, wird auf eine Mär aus vergangenen Zeiten eingekürzt. (Filmdienst)

 

KUSS VON BEATRICE / Lichtwerk

Eine Hebamme, die ganz in ihrem Beruf aufgeht, lässt sich darauf ein, der früheren Geliebten ihres Vaters beizustehen, die nur noch wenige Monate zu leben hat. Der Umgang mit der mondänen Frau bewirkt, dass auch sie selbst mehr an ihr eigenes Glück zu denken wagt. Gelassen und mit leisem Humor erzähltes Drama um die Freundschaft zweier gegensätzlicher Frauen, sorgfältig in der Zeichnung der Sphären. (Filmdienst)

 

LOVING / KAMERA

Die Liebe von Mildred und Richard Loving verstieß 1958 gegen die Segregationsgesetze des US-Bundesstaats Virginia, die eine Ehe zwischen dem weißen Bauarbeiter und der afroamerikanischen 18-Jährigen verboten. Erst 1967 wurde ihre Verbindung mit der Aufhebung des Verbots so genannter Mischehen legalisiert. Das still in sich schwingende, souverän und differenziert ausbalancierte Drama erzählt den realen „Fall“ nahe an den bekannten Fakten. Dabei schwebt über der von zwei grandiosen Hauptdarstellern getragenen Inszenierung stets die Zuversicht, dass sich die Dinge zum Besseren ändern. – Sehenswert (Filmdienst)

 

MONSIEUR PIERRE GEHT ONLINE / Lichtwerk und Kamera

Ein zurückgezogen lebender 80-Jähriger erhält von seiner Tochter einen Computer und findet wider Erwarten Gefallen an ihm, auch weil er über ein Online-Portal Kontakt zu einer einsamen Frau aufnimmt. Ein Rendezvous erweist sich als schwierig, weil er sich mit Alter und Bild seines Computerlehrers angemeldet hat. (Filmdienst)

 

THE DINNER / Kamera

Zwei gutsituierte Brüder und ihre Ehefrauen treffen sich in einem Nobelrestaurant, um über ein heikles Thema zu diskutieren: Die Söhne beider Paare haben ein Verbrechen begangen, nun müssen die Eltern entscheiden, ob sich die Jungen der Polizei stellen sollen oder ob alles vertuscht werden soll. Die Verfilmung des niederländischen Romans „Angerichtet“ von Herman Koch pendelt zwischen Restaurant-Szenen und Rückblenden und breitet den moralischen Konflikt vielschichtig zwischen Satire und Drama aus. Dabei überträgt die Inszenierung den Stoff auf US-amerikanische Verhältnisse und deutet ihn als Abgesang auf die liberale Elite des Landes. - Sehenswert ab 16. (Filmdienst)

 

WEIT. DIE GESCHICHTE VON EINEM WEG UM DIE WELT / Kamera

Die Freiburger Globetrotter Patrick Allgaier und Gwendolin Weisser brechen im Frühjahr 2013 auf, um zu Fuß oder per Anhalter die Welt zu umrunden und sie mit allen Sinnen aufzunehmen. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen füllen abwechslungsreich den dokumentarischen Film, der in der Überfülle an Impressionen mitunter zwar wie eine Diashow in Bewegtbildern anmutet, zugleich aber ein ansteckend positives, Mut machendes Bild der Erde und ihrer Bewohner entwirft. Zur Weltoffenheit und Neugier der Reisenden gehört auch, dass sie eigene Vorurteile revidieren und verdeutlichen, dass man selbst nach 100.000 Kilometern immer noch sehr wenig von der Welt gesehen hat. – Sehenswert (Filmdienst)

 

DER WUNDERBARE GARTEN DER BELLA BROWN / Lichtwerk

Eine junge, etwas schrullige Bibliothekarin soll auf Geheiß ihres Vermieters binnen eines Monats ihren verwilderten Garten auf Vordermann bringen, sonst muss sie sich eine neue Wohnung suchen. Bei der Gartenpflege greift ihr ein distanzierter Anrainer unter die Arme, fürs leibliche Wohl sorgt dessen Koch, in Liebesdingen kommt ein verschrobener Erfinder in Blick. Eine märchenhafte Komödie über die Selbstfindung einer Einzelgängerin, die vom Tonfall an „Die fabelhafte Welt der Amélie“ (2001) erinnert, auch wenn sie bezüglich Tempo und Einfallsreichtum mit dem Vorbild nicht ganz mithalten kann. (Filmdienst)

 

ZWISCHEN DEN STÜHLEN / Kamera

Außergewöhnlicher Dokumentarfilm über drei angehende Lehrer unterschiedlicher Schultypen in Berlin, die sich zwei Jahre lang im Referendariat auf ihren Job als Pädagogen vorbereiten. Mit zahlreichen präzisen Beobachtungen formt er eine Art Kaleidoskop, das sich durch die chronologische Montage zum aufschlussreichen Konzentrat über das System „Schule“ verdichtet. Dabei treten nicht nur die Anforderungen des Berufs hervor, auch mischen sich Zweifel und grundlegende Fragen nach dem Verhältnis von Bildung und Gesellschaft in die Betrachtungen ein. – Sehenswert (Filmdienst)

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Lichtwerk Filmtheater Betriebs GmbH, Ravensberger Park 7, 33607 Bielefeld, Handelsregister Amtsgericht Bielefeld HRB 38232
Geschäftsführer: Jürgen Hillmer

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