Der Newsletter wird nicht richtig angezeigt? Jetzt im Browser anschauen.

Newsletter zum Filmkunst-Programm vom  9.11. bis 15.11.2017

 

Liebes Lichtwerk- und Kamera-Publikum!

 

Ein Film über Trumps Amerika? Mit einem Drehbuch der Coen-Brüder als Grundlage? Verfilmt von George Clooney? SUBURBICON ist ein Film von Clooney, mit einem Buch der Coens (aus den 80ern)  als Grundlage, aber er spielt in den 50er Jahren. Keine Bange, es gibt hier keinen Trump in Pampers zu sehen; doch die 50er sind die Epoche, die von Trump idealisiert wird. Clooney zieht Parallelen zwischen dem Rassenhass damals und heute und macht den immer noch vorhandenen weißen Überlegenheitsglauben als Ursache aus. „Schon in den 1950er Jahren habe man überall hören können, dass Amerika ‚great again‘ werden sollte, so Clooney, und er habe großes Interesse daran gehabt, unsere heutigen Probleme in einem Umfeld der damaligen Zeit zu untersuchen: „Eine kranke Familie inmitten einer kranken Gesellschaft zu platzieren, erschien mir das richtige Mittel dazu.“ Weiter meint der Regisseur, SUBURBICON sei ein wütender Film, und auch sein Land sei in einem wütenden Zustand, was im Film reflektiert werden sollte.“ (Wikipedia) SUBURBICON läuft in der „Kamera“.

 

Mit retrokritischen Grüßen
verbleiben die Filmvorstädter aus Filmhaus, Lichtwerk und Kamera

 

Alle Filme und Termine im Lichtwerk www.lichtwerkkino.de

Alle Filme und Termine in der Kamera www.kamera-filmkunst.de

 

Unsere neuen Filme in KAMERA und LICHTWERK

 

CASTING / Kamera

Kurz vor Drehbeginn einer Neuverfilmung von Fassbinders „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ fürs Fernsehen sucht die Regisseurin noch nach der idealen Besetzung. Während sich beim Team langsam Nervosität ausbreitet und die sich vorstellenden Schauspielerinnen mit ihren Versagensängsten und Eitelkeiten kämpfen, findet der Anspielpartner im Casting immer mehr Gefallen an seiner Aufgabe. Improvisationskomödie, die durch Spielfreude und ein virtuoses Schauspielerinnen-Ensemble begeistert. Mittels der Fassbinder-Vorlage macht sie die Abhängigkeiten und Macht-Asymmetrien in der Fernsehwelt deutlich, wobei sie geschickt den Unschärfebereich zwischen Fiktion und Leben, Person und Rolle nutzt. - Sehenswert ab 16. (Filmdienst)

 

DJANGO / Kamera

Im besetzten Frankreich begeistert der Gitarrist und Komponist Django Reinhardt (1910-1953) das Pariser Publikum mit seinem „Gypsy Swing“. Obwohl sich Nachrichten über die Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma mehren, glaubt sich der Musiker durch seine Popularität geschützt. Der in dunklen Sepia-Farben erzählte biografische Film konzentriert sich dramaturgisch reizvoll auf die wichtigsten Jahre im Leben Django Reinhardts zwischen 1943 und 1945. (Filmdienst)

 

GAUGUIN / Lichtwerk

1891 wandert der französische Maler Paul Gauguin nach Polynesien aus. Dort versucht er aus dem Lebensstil eines „Wilden“ heraus neue Kraft für seine Kunst zu schöpfen, obwohl er sich keine Illusionen über den Untergang der einheimischen Kultur macht. Als er sich in eine Tahitianerin verliebt, gerät er endgültig in eine künstlerische Sackgasse. (Filmdienst)

 

GOOD TIME / Kamera

„In Sachen Coolness spielen die Safdie-Brüder mittlerweile in der Coen-Liga. Mit ihren ersten beiden Filmen haben sie sich in Cannes warmgelaufen. Nach einem Gastspiel in Venedig, präsentierte das Duo seinen vierten Streich im Palmen-Rennen. Twilight-Star Robert Pattinson gibt in diesem düsteren Gangster-Krimi einen Bankräuber, der chronisch vom Pech (und der Polizei!) verfolgt wird. Mit Charme und Cleverness zieht der Ganove in letzter Minute immer wieder den Kopf aus der Schlinge. Diese elegante Verbeugung vor dem guten alten Genre-Kino bietet rasante Spannung ohne Hänger, eine visuelle Wundertüte mit Wow-Effekten sowie einen vibrierenden Score. So gerät der Titel für das Kinopublikum (im Unterschied zum verzweifelten Helden) durchaus zur Verheißung.“ (programmkino.de)

MAUDIE / Lichtwerk

Biografischer Film über die kanadische Folk-Art-Künstlerin Maud Lewis (1903-1970), die sich erst mit Mitte 30 aus der Bevormundung ihrer Tante löste, indem sie einen herrischen Mann aus einfachen Verhältnissen heiratete. Dessen Rolle prägte den künstlerischen Werdegang der Malerin, die erst in der materiellen Beschränkung ihres Daseins ein künstlerisches Fenster aufstieß. Die Inszenierung hat der idealisierenden Sicht der Protagonistin kaum etwas entgegenzusetzen, huldigt vielmehr einer biedermeierlichen Bescheidenheit. Vorrangig überzeugt die Hauptdarstellerin Sally Hawkins als schmächtige Frau, die vor der rauen Wirklichkeit Zuflucht in ihrer Malerei und einer optimistischen Genügsamkeit sucht. (Filmdienst)

 

MORD IM ORIENTEXPRESS / Lichtwerk

Ein allseits unbeliebter Gast wird auf der Fahrt von Istanbul nach Paris im Orient Express ermordet. Als der Zug im Schnee stecken bleibt, übernimmt der ungeplant mitreisende Meisterdetektiv Hercule Poirot den Fall und stößt unter den Fahrgästen auf zahlreiche Verdächtige. Neuverfilmung des Krimi-Klassikers von Agatha Christie, der die engen Räume des Luxuszuges und die Abgeschiedenheit zum Spannungsaufbau nutzt. Ein aufwändiger, im seiner pragmatischen Haltung aber auch etwas ernüchternder Unterhaltungsfilm, in dem das illustre Staraufgebot nur bedingt glänzen kann. - Ab 14. (Filmdienst)

 

REISE DER PINGUINE 2 / Lichtwerk

Fortsetzung des Dokumentarfilms über Kaiserpinguine in der Antarktis (2004), in der die Brut eines einzelnen Paares und die Aufzucht ihres Nachwuchses im Zentrum stehen. In vielen Belangen konzipiert wie ein Spielfilm, läuft dramaturgisch alles auf den Moment zu, in dem sich der Kleine allein auf den Weg zum Meer macht. Auch wenn den Tieren dieses Mal keine Stimmen angedichtet werden, trägt der Film schwer an seinem menschelnden Off-Kommentar, der auch vor Kitsch nicht zurückschreckt. Optisch bietet er dagegen grandiose, optisch brillante 4K-UHD-Naturaufnahmen vom Südpol sowie von seinen Bewohnern. - Ab 10. (Filmdienst)

 

THE SECRET MAN / Lichtwerk

Im Sommer 1972 laufen beim Vize-Chef des FBI, Mark Felt, alle Informationen über die Ermittlungen im Watergate-Skandal zusammen. Nach dem Tod seines Vorgesetzten J. Edgar Hoover wird ein Außenseiter dessen Nachfolger, der die Untersuchung rasch ad acta legen will, und Felt gibt einem Journalisten der „Washington Post“ gezielt Hinweise. Der ganz aus der Sicht des unter seinem Decknamen „Deep Throat“ bekannt gewordenen US-Beamten erzählte Film rekapituliert den politischen Skandal, der zum Rücktritt des US-Präsidenten Richard Nixon führte, als Machtkampf innerhalb des FBI, aber auch als moralischen Konflikt um Machtmissbrauch und Rechtschaffenheit. - Ab 14. (Filmdienst)

 

SIMPEL / Kamera

Ein junger Mann kümmert sich liebevoll um seinen geistig behinderten jüngeren Bruder. Als die alleinerziehende Mutter der beiden stirbt, soll der behinderte Junge in ein Heim eingewiesen werden. Der ältere Bruder will das verhindern, und beide fliehen Richtung Nordsee, um in Hamburg den Vater zu finden und ihn dazu zu bringen, die Einweisung ins Heim zu stoppen. Überzeugend gespielte Mischung aus Drama und tragikomischem Road Movie, das die Brüder auf der Reise allerlei kuriose Begegnungen erleben lässt. Dabei kommen auch nachdenkliche Szenen zum Tragen, die durchaus einfühlsam die Probleme der jungen Männer reflektieren. - Ab 14. (Filmdienst)

 

SUBURBICON / Kamera

Während eine afroamerikanische Familie in einen Mustervorort der 1950er-Jahre zieht und rassistische Aversionen bei den Nachbarn weckt, findet im nebenan liegenden Haus einer US-Vorzeigefamilie der wahre Einzug des Verbrechens statt. Der Einbruch zweier Kleinganoven endet mit dem Tod der an den Rollstuhl gefesselten Mutter, wodurch sich moralische Abgründe auftun und der kleine Sohn verängstigt verfolgt, wie seine Familie in eine blutige Gewaltspirale gerät. (Filmdienst)

 

DIE UNSICHTBAREN – WIR WOLLEN LEBEN / Lichtwerk

Doku-Drama über vier jüdische Jugendliche aus Berlin, die sich 1943 der Deportation widersetzten und die NS-Zeit in unterschiedlicher Tarnung überlebten. Dramaturgisch geschickt verknüpft der Film Zeitzeugen-Interviews mit spannend umgesetzten Nachinszenierungen, wobei sich die Überlebenden als begnadete Erzähler entpuppen, deren Erinnerungen szenisch umgesetzt werden. Dabei regen die von den Schauspielern geschaffenen Charaktere auf reizvolle Weise zum Vergleich mit den realen Vorbildern an. - Ab 14. (Filmdienst)

 

 

Sie möchten unseren Newsletter nicht mehr erhalten, oder Ihre Mailadresse ändern?
Dann klicken Sie hier.

Lichtwerk Filmtheater Betriebs GmbH, Ravensberger Park 7, 33607 Bielefeld, Handelsregister Amtsgericht Bielefeld HRB 38232
Geschäftsführer: Jürgen Hillmer

Newslettersystem powered by Digitale Offensive