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Newsletter zum Filmkunst-Programm vom  7.12. bis 13.12.2017

 

Liebes Lichtwerk- und Kamera-Publikum!

 

wir freuen uns, mitteilen zu können, dass die vielfach preisgekrönte Regisseurin MARGARETHE VON TROTTA ihren neuesten Film FORGET ABOUT NICK persönlich im Lichtwerk im Ravensberger Park vorstellen wird.

In FORGET ABOUT NICK schickt Margarethe von Trotta zwei Frauen mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen über ein gelungenes Leben auf Kollisionskurs: eine dramatische Komödie vor der Kulisse von Mode, Design und schickem „Lifestyle“.

Das Drehbuch schrieb die international anerkannte Autorin Pam Katz, Katja Riemann spielt hinreißend im Duo mit Ingrid Bolsø Berdal eine der beiden weiblichen Hauptrollen. Alle gemeinsam zeigen sich in diesem Film von einer zugleich ernsthaft berührenden wie komischen Seite. Von Trotta ist am Montag, 11.12.2017, um 18.30 Uhr im Lichtwerk und diskutiert mit dem Publikum. Reservieren? Bitte hier: http://www.lichtwerkkino.de/programm/#programme-table-filter-nav-type-category-47

 

Mit vergesslichen Grüßen
verbleiben die Filmnicks aus Filmhaus, Lichtwerk und Kamera

 

Alle Filme und Termine im Lichtwerk www.lichtwerkkino.de

Alle Filme und Termine in der Kamera www.kamera-filmkunst.de

Filmplakatauktion im Lichtwerk am 8. Dezember: http://www.filmhaus-bielefeld.de/fileadmin/templates/main/Download/Plakatliste_MCN_2017.pdf

 

Unsere neuen Filme in KAMERA und LICHTWERK

 

AUS DEM NICHTS / Kamera

Eine Frau verliert bei einem Bombenanschlag ihren deutsch-türkischen Mann und ihren Sohn und verfällt in tiefe Depressionen. Die rechtsextremistischen Täter werden vor Gericht gestellt, doch das Verfahren endet mangels Beweisen mit einem Freispruch, was den Glauben der Witwe an den Rechtsstaat zerstört. Der an den NSU-Anschlag 2004 in Köln angelehnte Film wechselt vom Melodram über einen Gerichtsfilm zum Rachethriller, wobei er sich durchgängig auf die Trauernde und ihre Gefühle konzentriert. Zugleich macht er die Wut über die jahrelange Kriminalisierung der Opfer spürbar. Die herausragende Hauptdarstellerin bewahrt den Film jederzeit vor dem Abgleiten in ein plakatives Politdrama. - Ab 14. (Filmdienst)

 

BATTLE OF THE SEXES / Lichtwerk

Als sich die Tennis-Spielerin Billie Jean King Anfang der 1970er-Jahre nicht mit den im Vergleich mit männlichen Kollegen kläglichen Preisgeldern abfinden will und mit der WTA eine eigene Tennisorganisation ins Leben ruft, wird sie mit Spott und Hohn überschüttet. Der exzentrische Wimbledon-Sieger Bobby Riggs fordert sie zu einem clownesken Duell der Geschlechter auf, bei dem er im Herbst 1973 aber den Kürzeren zieht. Der eher versöhnliche Unterhaltungsfilm rekapituliert eine chauvinistische Zeit und das mit ihr verbundene sexistische Machtgefälle. Am Beispiel Kings verdeutlicht er auch die gesellschaftlichen Zwänge, da die Sportlerin ihre Liebe zu einer Frau geheim halten muss, um sich nicht endgültig ins Abseits zu katapultieren. - Ab 14. (Filmdienst)

 

THE BIG SICK / Kamera

Ein junger Stand-Up-Komödiant pakistanischer Herkunft verliebt sich in eine amerikanische angehende Psychotherapeutin und bereitet damit den Boden für schwer zu bewältigende Konflikte mit seinen Eltern, die ihn in eine arrangierte Heirat nach muslimischer Tradition zu lotsen versuchen. Als seine Freundin nach einem Infekt in ein Koma versetzt werden muss, sieht sich der junge Mann mit deren Eltern und weiteren Schwierigkeiten konfrontiert. Stilsichere romantische Komödie, die vor keiner Konfrontation mit den bitteren Seiten des Lebens zurückschreckt, ohne dabei an Heiterkeit und Karikaturlaune zu verlieren. - Sehenswert ab 14. (Filmdienst)

 

DETROIT / Kamera

Im Sommer 1967 eskalieren in Detroit die Rassenunruhen in fünftägigen Straßenschlachten. Als aus dem überwiegend von Afroamerikanern bewohnten Hotel „Algiers“ Schüsse ertönen, stürmen Polizei und Militär die Anlage und setzen die Bewohner brutal unter Druck. Auf der Basis der Erinnerungen von Beteiligten konzentriert das Drama die Geschehnisse auf die gewaltsame Razzia, wobei es auf Strategien der filmischen Intensivierung setzt, um die schockierende Gewalt und den unüberschaubaren Aufstand erlebbar zu machen. Während die gesellschaftliche oder historische Kontextualisierung in den Hintergrund tritt, wird der thematische Bezug zum Rassismus der Gegenwart umso deutlicher. - Ab 16. (Filmdienst)

 

FIKKEFUCHS / Lichtwerk

Ein alternder Mann versucht vergeblich, an seine einstigen Erfolge als Frauenheld anzuschließen. Er bekommt Besuch von seinem Sohn, dessen Frauenbild sich primär aus Internetpornos speist und der sich aggressiver, aber genauso vergeblich wie sein Vater, ständig auf der Jagd nach Sex befindet. Auch im Team kommen sie dabei nicht viel weiter, aber sich immerhin gegenseitig näher. Der Independent-Film arbeitet sich schonungslos-provokativ an Männlichkeitsbildern und Sexismus ab, führt sein Thema im Rahmen einer Vater-Sohn-Geschichte aber nicht wirklich konsequent zu Ende. (Filmdienst)

 

FORGET ABOUT NICK / Lichtwerk

Eine New Yorker Mode-Designerin wird während der Vorbereitungen zu ihrer ersten Kollektion von ihrem Mann verlassen. Ausgerechnet jetzt taucht dessen erste Ex-Frau auf, eine promovierte Literaturwissenschaftlerin aus Deutschland, um die Hälfte des mondänen Apartments zu „besetzen“, das ihr laut Ehevertrag zusteht. Fortan streiten sich die Kontrahentinnen über Liebeserwartungen und -enttäuschungen, bis sie ihre jeweiligen Stärken und Schwächen anerkennen und sich auf Perspektiven verständigen. Dramatische Komödie vor der Kulisse von Mode, Design und schickem „Lifestyle“. (Filmdienst)

 

DIE LIEBENDEN REPARIEREN / Kamera

Nach einem Unfall liegt ein junger Mann tot im Krankenhaus von Le Havre. Seine Organe sind unversehrt, weshalb die Ärzte auf eine Organspende drängen. Währenddessen erfährt in Paris eine herzkranke Frau, dass eine Transplantation ihre einzige Chance aufs Überleben ist. Die Inszenierung umkreist das Thema Organspende quasi-dokumentarisch, menschlich und metaphysisch. Die Geschichten verschiedener Figuren, die privat oder professionell mit der Organspende zu tun haben, vereinen sich zum kunstvollen Erzählteppich über Leben mit dem Tod, wobei der Schmerz vom Netz gegenseitiger Fürsorge aufgefangen wird. - Sehenswert ab 16. (Filmdienst)

 

MADAME / Kamera

Die spanische Hausangestellte eines US-amerikanischen Ehepaars in Paris soll als Tischdame bei einem Dinner einspringen, als ein unerwarteter weiterer Gast als der Dreizehnte in der Runde ein unheilvolles Omen verheißt. Doch statt eine schweigsame katalanische Adelige zu spielen, unterhält sie die Runde mit Witz und Charme, und als sich ein englischer Kunsthändler in sie verliebt, entwickelt sich ein frech um die Ecke gedachtes Verwechslungsspiel um die Dünkel der „Upper Class“. Die glänzend besetzte Komödie spielt souverän mit den Versatzstücken des Aschenbrödel-Stoffs, auch wenn die Inszenierung in der zweiten Hälfte etwas ausfranst. (Filmdienst)

 

DER MANN AUS DEM EIS / Lichtwerk

Als ein jungsteinzeitlicher Jäger aus den Ötztaler Alpen vom Fallenstellen nach Hause zurückkehrt, findet er seine Sippe ermordet vor und den heiligen Schrein der Siedlung entwendet. Getrieben von Wut und Hass, verfolgt er zusammen mit einem Säugling und einer Ziege die Mörder, deren Spuren ins Hochgebirge führen. Dabei setzt ihm nicht nur die erbarmungslose Natur zu, ebenso quält ihn die Frage, ob er seiner Wut ungezügelt nachgeben darf. (Filmdienst)

 

MORD IM ORIENTEXPRESS / Lichtwerk

Ein allseits unbeliebter Gast wird auf der Fahrt von Istanbul nach Paris im Orient Express ermordet. Als der Zug im Schnee stecken bleibt, übernimmt der ungeplant mitreisende Meisterdetektiv Hercule Poirot den Fall und stößt unter den Fahrgästen auf zahlreiche Verdächtige. Neuverfilmung des Krimi-Klassikers von Agatha Christie, der die engen Räume des Luxuszuges und die Abgeschiedenheit zum Spannungsaufbau nutzt. Ein aufwändiger, im seiner pragmatischen Haltung aber auch etwas ernüchternder Unterhaltungsfilm, in dem das illustre Staraufgebot nur bedingt glänzen kann. - Ab 14. (Filmdienst)

 

PADDINGTON 2 / Lichtwerk

Der sprechende kleine Bär Paddington versucht sich in diversen Berufen, um seiner Tante ein wertvolles Geburtstagsgeschenk kaufen zu können. Als das ersehnte Buch gestohlen wird, landet er als vermeintlicher Dieb im Gefängnis, wo er Freunde findet, während seine menschliche Familie alles daran setzt, seine Unschuld zu beweisen. Turbulenter Familienfilm als zweites Kinoabenteuer nach den „Paddington“-Kinderbüchern von Michael Bond, der um seine liebenswerte Hauptfigur eine Welt wunderbarer Einfälle erschafft. Dabei baut die Inszenierung die Vorgaben des ersten Teils schlüssig aus, ohne dessen warmherzigen Humor aus dem Blick zu verlieren. - Sehenswert ab 8. (Filmdienst)

 

SIMPEL / Kamera

Ein junger Mann kümmert sich liebevoll um seinen geistig behinderten jüngeren Bruder. Als die alleinerziehende Mutter der beiden stirbt, soll der behinderte Junge in ein Heim eingewiesen werden. Der ältere Bruder will das verhindern, und beide fliehen Richtung Nordsee, um in Hamburg den Vater zu finden und ihn dazu zu bringen, die Einweisung ins Heim zu stoppen. Überzeugend gespielte Mischung aus Drama und tragikomischem Road Movie, das die Brüder auf der Reise allerlei kuriose Begegnungen erleben lässt. Dabei kommen auch nachdenkliche Szenen zum Tragen, die durchaus einfühlsam die Probleme der jungen Männer reflektieren. - Ab 14. (Filmdienst)

 

 

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Lichtwerk Filmtheater Betriebs GmbH, Ravensberger Park 7, 33607 Bielefeld, Handelsregister Amtsgericht Bielefeld HRB 38232
Geschäftsführer: Jürgen Hillmer

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